Für viele Transportunternehmen bleibt das finanzielle Risiko beim Perspektivwechsel zu neuen Auftraggebern ein entscheidender Unsicherheitsfaktor. Ohne verlässliche Zahlungshistorie oder mit nur wenigen Referenzen zögern Spediteure oft, Transportaufträge anzunehmen, insbesondere im grenzüberschreitenden Verkehr.
Diese Zurückhaltung führt zu Kapazitätsengpässen. Gerade die stark wachsenden Volkswirtschaften Osteuropas darunter Polen, Rumänien, Tschechien und Ungarn erzeugen zunehmend Frachtvolumen, ohne dass die Transportangebote in gleichem Maße genutzt werden. Fehlende Zahlungshistorien und vereinzelte Berichte über Ausfälle verstärken dieses Muster.
SafePay soll Unsicherheit verringern
„Die Zeit, sich zwischen Wachstum und Sicherheit entscheiden zu müssen, ist vorbei“, erklärt Piotr Hunker, CEO der Trans.eu Group. „Der wirtschaftliche Aufstieg Osteuropas hat enorme Chancen und neue, strategisch entscheidende Routen geschaffen. Durch die Absicherung der Zahlungen ermöglicht SafePay unserem weitreichenden Netzwerk von Transportunternehmen, sich darauf zu konzentrieren, Gewinne zu maximieren und diese wachstumsstarken Korridore mit Vertrauen zu bedienen und so Europas neue Produktionszentren effizienter denn je mit den traditionellen Märkten zu verbinden.“
Mit SafePay will Trans.eu genau diese Blockadewirkung reduzieren: Unsicherheit bei Zahlungen soll kein Grund mehr sein, potenzielle Aufträge nicht anzunehmen.
Zahlungssicherheit ohne Vorabrisiko
SafePay deckt Transportaufträge ab, die innerhalb der Frachtenbörse als „SafePay‑Transaktionen“ gekennzeichnet sind. Kommt es zu einem Zahlungsausfall des Auftraggebers, kann der Frachtführer eine Erstattung beantragen. Dazu müssen folgende Unterlagen elektronisch eingereicht werden:
- Mehrwertsteuerrechnung
- Transportauftrag
- Transportdokumente
- Nachweis über die Übergabe der Frachtpapiere an den Empfänger
Das System arbeitet nach dem „Pay‑on‑Claim“‑Modell: Weder Transportunternehmen noch Verlader zahlen Registrierungsgebühren oder Abonnements. Die Zahlungsgarantie greift erst im Schadensfall. SafePay steht ausschließlich Unternehmen offen, die zuvor geprüft wurden; alternativ ist eine gesonderte Antragstellung möglich.
Trans.eu betont, dass der Service 24/7 über die Plattform abrufbar ist, sobald beide Vertragspartner den Auftrag bestätigt haben. Die elektronische Abwicklung soll den Prozess vereinfachen.
Mehr Planungssicherheit für Auftraggeber und Frachtführer
Für Spediteure bietet SafePay einen Mechanismus, mit dem sie auch Aufträge von bisher unbekannten Auftraggebern annehmen können, ohne das volle finanzielle Risiko zu tragen. Für Verlader ist das SafePay‑Kennzeichen ein Signal für erhöhte Verlässlichkeit, was wiederum die Chancen erhöht, schnell verfügbare Kapazitäten zu finden.
Insbesondere Verlader, die auf Fahrzeugflotten aus Osteuropa angewiesen sind, könnten von dieser Zusicherung profitieren: Eine höhere Sichtbarkeit und mehr Rückmeldungen auf veröffentlichte Frachtangebote kann die Planung und Abwicklung beschleunigen.









