Zusätzlich zu Geldstrafen seien Zeitstrafen nötig. Dann würde es sich nicht mehr auszahlen, wenn Lkw-Lenker 15 Stunden am Tag am Steuer sitzen, sagt das Kuratorium für Verkehrssicherheit. In anderen EU-Staaten gibt es solche Regelungen.

Nach dem Auffliegen von Manipulationen bei Lkw-Fahrtenschreibern zur Verlängerung der Fahrtzeiten wird der Ruf nach strengeren Strafen für die Frächter immer lauter. Nun meldete sich auch das Kuratorium für Verkehrssicherheit zu Wort. Kuratoriumsvorsitzender Othmar Thann findet die derzeitigen Strafen "zahnlos" und fordert Reformen, wie er im "Ö1" Morgenjournal sagte.

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Thann fordert die Einführung von Zeitstrafen. "Wenn ich ausrechne, dass man sich illegal Guthaben ‚erfahren’ hat, dann wird eben das Fahrzeug für Stunden abgestellt, stillgelegt." In Frankreich und Spanien sei das schon üblich.

Das Ziel sei es, tödliche Unfälle durch übermüdete Lkw-Lenker zu vermeiden. Laut VCÖ sind übermüdete Lkw-Fahrer in Österreich für 20 bis 25 Verkehrstote pro Jahr verantwortlich.

Derzeit sei der Staat nicht in der Lage, das Treiben der Frächter unter Kontrolle zu bringe, meinte Thann. Der Grund: Fünf verschiedene Behörden seien für die Verfolgung und Bestrafung bei Lenk- und Ruhezeiten-Überschreitungen zuständig und die Strafen seien "zahnlos". Das treffe auch auf die jetzt geplanten Konzessionsentziehungen zu. Denn bis es soweit sei, könnten die Firmen neue Konzessionen beantragen.

Autor: Koliński Peter

Ursprung: http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/aussenpolitik/2423156/manipulation-bei-lenkzeiten-strengeren-strafen-gefordert.story

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