Der Vorfall ereignete sich am Morgen des 4. März 2026 im Gebiet La Jonquera nahe der französisch-spanischen Grenze. Beamte der katalanischen Polizei Mossos d’Esquadra hielten einen Lkw an, der auf der Autobahn AP-7 in Richtung Barcelona unterwegs war, einer der wichtigsten Routen von Frankreich nach Spanien.
Bis zu 59 Verstöße bei einer einzigen Kontrolle
Bei der Kontrolle am Straßenrand stellte sich heraus, dass der Fahrer eine außergewöhnlich lange Liste von Verstößen gegen Transportvorschriften vorzuweisen hatte. Die Beamten stellten insgesamt bis zu 59 Verstöße fest.
Der schwerwiegendste davon war das Fahren über fast 13 Stunden ohne die vorgeschriebene Pause, was einen Verstoß gegen die europäischen Vorschriften zur Arbeitszeit von Fahrern darstellt.
Wie die Beamten der Mossos d’Esquadra berichteten, zeigte eine Auswertung der Daten, dass ähnliche Verstöße auch an den Vortagen vorgekommen waren. Der Fahrer fuhr wiederholt deutlich länger, als es die Vorschriften erlauben, und an einigen Tagen soll seine Lenkzeit sogar bis zu 15 Stunden betragen haben.
Aturem un camió a la Jonquera: el conductor havia conduït més de 13 hores sense respectar el descans reglamentari.
Fem comprovacions de les jornades anteriors i havia comès les mateixes infraccions de manera reiterada. El denunciem per 59 fets amb un import total de 47.011 €. pic.twitter.com/v9Kj7jCU3h
— Mossos (@mossos) March 6, 2026
Illegaler Fahrtenschreiber im LKW
Während der Kontrolle entdeckte die Polizei außerdem einen weiteren schweren Verstoß. Das Fahrzeug war mit einem Fahrtenschreiber ausgestattet, der nicht über die erforderliche Typgenehmigung verfügte.
Ein Fahrtenschreiber ist ein elektronisches Gerät, das in LKW installiert ist und Geschwindigkeit, Lenkzeit sowie Fahreraktivitäten aufzeichnet. Eine fehlende Typgenehmigung stellt einen schweren Verstoß gegen Transportvorschriften dar und weckt den Verdacht auf Manipulationen an den Aufzeichnungen der Lenkzeiten.
Fahrzeug stillgelegt, bis die Strafe bezahlt ist
Aufgrund der Vielzahl festgestellter Verstöße entschieden die Beamten, das Fahrzeug umgehend stillzulegen.
Der LKW wurde festgehalten, bis die Geldbuße in Höhe von 47.011 Euro bezahlt war und der Fahrer die vorgeschriebene Ruhezeit absolviert hatte. Die Geldbuße wurde gegen das Transportunternehmen verhängt, für das der Fahrer tätig war.








