Eine neue Studie von ToolsGroup, einem weltweit führenden Anbieter von Supply-Chain-Planungssoftware, und Spinnaker, einem Anbieter von Supply-Chain-Dienstleistungen, hat ergeben, dass nur sieben Prozent der Unternehmen bereits so weit sind, von der digitalen Transformation in der Supply-Chain-Planung zu profitieren. Darüber hinaus streben 54 Prozent im kommenden Jahr verbesserte Service Levels an und nur 14 Prozent haben ein maschinelles Lernprojekt im Einsatz, was bedeutet, dass für viele KI-gestützte Planung eher Hype als Realität ist.

Eine in Nordamerika durchgeführte Umfrage unter fast 200 Supply-Chain-Profis aus den Bereichen CPG, Distribution/Großhandel, Lebensmittel und Getränke, Produktion und Einzelhandel ergab, dass sich 58 Prozent der Befragten noch in der Erforschungs- und Evaluierungsphase der digitalen Transformation befinden. Da es in dieser frühen Phase um die Auswahl und Implementierung mehrerer Lösungen geht, ist diese oft entsprechend langwierig. 27 Prozent der befragten Unternehmen befinden sich bereits in der Ausführungsphase und machen Fortschritte bei der Auswahl und dem Einsatz von Basistechnologien.

Treiber der digitalen Transformation der Supply-Chain-Planung

Die Treiber der Digitalisierung der Supply-Chain-Planung variieren von Unternehmen zu Unternehmen. 42 Prozent identifizieren erhöhte betriebliche Effizienz (zum Beispiel Produktivität, Working Capital, Cashflow) als Schlüsselfaktor. Als weitere Treiber wurden die Entwicklung des Kundenverhaltens und der Kundenerwartungen (41 Prozent), die Verbesserung des Kundenservice / der Auftragsauslastung (39 Prozent) und die Steigerung der Geschäftsleistung, wie z.B. Umsatz und Gewinn (37 Prozent), genannt.

Hindernisse bei der digitalen Transformation der Supply-Chain-Planung

Die Angst vor Veränderungen ist das Haupthindernis für die Umsetzung der digitalen Planung (30 Prozent), dicht gefolgt von Datenqualität/ fehlende Daten (25 Prozent), Risikoscheu (24 Prozent) und Defizite bei Fachkräften/ Fähigkeiten (23 Prozent). In der neuen digitalen Welt benötigen Planer und andere Akteure der Supply Chain neben den üblichen technischen Fähigkeiten auch Fähigkeiten in den Bereichen Kommunikation, Entscheidungsfindung und Change Management.

89 Prozent der befragten Unternehmen identifizieren volatile Nachfrage und unvorhersehbares Kundenverhalten als Herausforderung bei der Supply-Chain-Planung, sagte Caroline Proctor, Chief Marketing Officer bei ToolsGroup. Wir beobachten immer mehr Unternehmen, die diese Unsicherheit mit Technologien wie maschinellen Lernen, digitalen Zwillingen und IoT angehen. Dies ermöglicht ihnen die Automatisierung von Supply-Chain-Prozessen, die Verbesserung des Service und die Freisetzung von Betriebskapital.

Erwartungen an die digitale Transformation der Supply-Chain-Planung

Tatsächlich wollen sich die Unternehmen im kommenden Jahr in Hinblick Kosten und Service verbessern. 63 Prozent der Befragten gaben an, dass sie von der Digitalisierung Kostensenkungen erwarten, 54 Prozent verbesserte Servicelevel und 42 Prozent eine schnellere Lieferung.

Digitale Transformation ist keine einzelne Aktion, sondern eine Reihe zusammenhängender Aktivitäten, die sich über Menschen, Prozesse, Technologien, Richtlinien und Kennzahlen erstrecken, sagte George Fowler, Group Vice President in der Supply Chain Business Unit von Spinnaker. Die Studie zeigt, dass Unternehmen bestrebt sind, sich als völlig neue Einheit neu zu erfinden und, um die Ziele der digitalen Transformation zu erreichen, alle diese Dimensionen auszugleichen. Es gibt keine Zeit zu verlieren – es ist jetzt der richtige Zeitpunkt für die Umsetzung der Strategie, bevor Chancen und Wettbewerbsvorteile verloren gehen.

Foto: Pixabay

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