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Tata Motors und Iveco: neuer Nutzfahrzeugriese auf Platz vier

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Tata Motors und Iveco Group treten künftig unter einem gemeinsamen Dach auf. Mit einem Umsatz von rund 21 Milliarden Euro und etwa 590.000 verkauften Fahrzeugen pro Jahr entsteht bei Fahrzeugen über 6 Tonnen der weltweit viertgrößte Nutzfahrzeughersteller. Für Kunden und Partner soll sich zunächst nichts ändern - Verträge, Garantien und Händlerbeziehungen bleiben bestehen.

Dieser Text wurde vollständig von einem Redakteur verfasst – basierend auf fachlichem Wissen, journalistischer Erfahrung und sorgfältiger Recherche. Künstliche Intelligenz kam dabei nicht zum Einsatz.

Die wichtigsten Punkte:

  • Iveco Group ist nach der ersten Abwicklung des Übernahmeangebots am 30. Oktober zu einer Tochtergesellschaft von Tata Motors geworden.
  • Tata Motors hält rund 89,42 Prozent der Iveco-Aktien und zahlte 14,40 Euro je Aktie.
  • Der kombinierte Konzern erzielt rund 21 Milliarden Euro Umsatz und verkauft jährlich etwa 590.000 Fahrzeuge.
  • Im weltweiten Markt für Lkw über 6 Tonnen belegt das Unternehmen den vierten Platz.
  • Kundenverträge, Garantien, Händlervereinbarungen und Finanzierungslösungen laufen unverändert weiter.

Übernahme offiziell abgeschlossen

Tata Motors hat am 30. Oktober die erste Abwicklung des empfohlenen Übernahmeangebots für Iveco Group abgeschlossen. Das geht aus einer Mitteilung von Iveco Group hervor. Über seine Tochtergesellschaft TML CV Holdings hält der indische Konzern nun 238.157.212 Iveco-Aktien. Das entspricht rund 89,42 Prozent des Grundkapitals unter Ausschluss eigener Aktien. Der Barpreis betrug 14,40 Euro je Aktie. Der Transaktionswert beläuft sich damit auf rund 3,43 Milliarden Euro.

Aktionäre, die ihre Anteile noch nicht verkauft haben, können dies im Rahmen einer erneut geöffneten Annahmefrist vom 2. bis 6. November tun. Die Abwicklung dieser Aktien erfolgt am 13. November. Tata Motors will zu einem späteren Zeitpunkt über weitere Schritte informieren. Dazu könnte auch der Ausschluss verbliebener Aktionäre gehören.

Trans.INFO berichtete bereits in der vergangenen Woche, dass das Angebot eine entscheidende Annahmeschwelle überschritten hatte.

Ein Konzern mit globaler Reichweite

Aus der gemeinsamen Pressemitteilung gehen folgende Kennzahlen für den neuen Konzern hervor:

  • rund 21 Milliarden Euro Umsatz,
  • etwa 590.000 verkaufte Fahrzeuge pro Jahr,
  • mehr als 73.000 Beschäftigte auf sechs Kontinenten,
  • 27 Produktionswerke, davon 16 von Iveco,
  • 25 Forschungs- und Entwicklungszentren, darunter 22 von Iveco,
  • mehr als 9.300 Vertriebs- und Servicestandorte in über 130 Ländern.

Iveco Group bringt fünf Marken und Geschäftsbereiche in den Zusammenschluss ein: IVECO für Lkw, FPT Industrial für Antriebssysteme, IVECO BUS, HEULIEZ für Busse sowie IVECO CAPITAL für Finanzierungslösungen. Tata Motors produziert Nutzfahrzeuge mit einem Gewicht von unter 1 bis 55 Tonnen sowie Busse mit 10 bis 51 Sitzplätzen.

Neue Führung, vertrauter CEO

N. Chandrasekaran, Vorsitzender von Tata Sons und Tata Motors, übernimmt nun auch den Vorsitz bei Iveco Group. Olof Persson bleibt CEO von Iveco. Girish Wagh und P. B. Balaji von Tata Motors wurden als nicht unabhängige Mitglieder in den Verwaltungsrat berufen.

„Heute beginnt für Tata Motors und Iveco Group ein spannendes neues Kapitel“, sagte Chandrasekaran. „Wir werden langfristig investieren und dafür sorgen, dass Ideen und Kompetenzen in beide Richtungen fließen.“

Was sich für Kunden ändert

Für Transportunternehmer mit Iveco-Lkw steht zunächst die Kontinuität im Vordergrund. Bestehende Kundenverträge, Beziehungen zu Händlern und Lieferanten, Garantien, Leistungen im After-Sales-Bereich sowie unternehmenseigene Finanzierungslösungen gelten laut Unternehmen unverändert weiter.

Iveco Group behält seinen Hauptsitz in Turin. Auch die Marken und Produktionsstandorte sollen unter ihrer bisherigen Identität weitergeführt werden. Tata Motors will die bestehende Strategie und die Investitionspläne von Iveco unterstützen. Zum Angebot des Konzerns gehören Diesel-, Erdgas-, batterieelektrische und wasserstoffbetriebene Antriebe.

„Unsere ergänzenden Produktportfolios, Kompetenzen und regionalen Stärken bilden eine solide Grundlage für weiteres Wachstum. Gleichzeitig gewährleisten wir vom ersten Tag an Kontinuität für Kunden, Händler und Partner“, erklärte Girish Wagh, Geschäftsführer und CEO von Tata Motors.

Was die Übernahme für den Lkw-Markt bedeutet

Für Tata Motors ist die Transaktion die größte Übernahme seit dem Kauf von Jaguar Land Rover im Jahr 2008. Der indische Hersteller stärkt damit seine Position in Europa, wo Iveco zu den wichtigen Lkw-Marken zählt.

Für europäische Flottenbetreiber werden in den kommenden Jahren vor allem Preise, die Verfügbarkeit von Ersatzteilen und das Tempo bei der Einführung neuer emissionsfreier Modelle entscheidend sein. Iveco-CEO Olof Persson bezeichnete den Zusammenschluss als „prägenden Moment für Iveco Group“. Die Marktposition des Herstellers in Europa wird auch in der Lkw-Zulassungsrangliste für 2025 deutlich.

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