Mit 1. August 2019 treten in Tirol Verordnungen in Kraft, welche es LKW über zwölf Meter Länge samt Anhänger untersagen, von der Autobahn ab- und über die Landesstraßen zu den Tankstellen bei Fritzens/Wattens und Innsbruck-Süd zuzufahren. Für Fritzens/Wattens gelten die Verbote von Montag bis Samstag in der Zeit von 6 bis 10 Uhr, in Innsbruck-Süd von Montag bis Samstag von 7 bis 18 Uhr. Ausgenommen ist lediglich der Ziel- und Quellverkehr.

Die Fahrverbote sind weitere Schritte, um auf Tirols niederrangigem Straßennetz die Verkehrs- und Versorgungssicherheit zu gewährleisten als auch die massive Verkehrsbelastung für die anrainende Bevölkerung zu verringern. Sowohl in Fritzens/Wattens als auch in Innsbruck-Süd kam es durch die hohe Anzahl an tankenden Lkw zu massiven Behinderungen und Rückstaubildungen – an ein Durchkommen war teilweise nicht mehr zu denken. Die Leichtigkeit und Flüssigkeit des Verkehrs sowie in weiterer Folge die Verkehrssicherheit waren massiv beeinträchtigt, erklärt LH Günther Platter.

Verkehrsreferentin LHStvin Ingrid Felipe erläutert weiters, dass „die Überfüllungen im Bereich des Tankstellenareals für die Tirolerinnen und Tiroler vor Ort auch eine starke Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität darstellen“.

In Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) wurden die Fahrverbote so geregelt, dass für LKW bereits die Ausfahrt an den Anschlussstellen der Autobahn untersagt wird. Das Land Tirol führt diese Fahrverbote auf dem niederrangigen Straßennetz durch Verordnungen der BH Innsbruck fort.

Fahrverbot auf L 223 Fritzener Straße

Selbiges Fahrverbot gilt auf der Brennerstraße B 182 zwischen Innsbruck und Gries am Brenner. Eine Fahrverbotstafel wird dabei in beide Fahrtrichtungen auf die Verordnung hinweisen.

Wie in Fritzens beobachten wir auch hier im Tankstellenbereich massive Rückstauungen durch Lastkraftfahrzeuge mit größerer Länge – vor allem in Fahrtrichtung Süden. Hier treffen mehrere Verkehre aufeinander und es kommt immer wieder zu gefährlichen Situationen. Umso wichtiger ist es, dass an diesem wichtigen Knoten die Verkehrs- und Versorgungssicherheit aufrechterhalten wird. In den letzten drei Jahren haben sich hier eindeutig mehr Unfälle ereignet. Im Sinne der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden müssen wir handeln, führt LHStvin Felipe aus.

Pilotprojekt für sechs Monate, dann Evaluierung

Mit den nun verhängten, zeitlich beschränkten Fahrverboten sollen die Flüssigkeit des Verkehrs und die Verkehrssicherheit bestmöglich aufrechterhalten werden. Es handelt sich dabei um ein Pilotprojekt für sechs Monate. Die Abläufe und Auswirkungen der Fahrverbote werden genauestens beobachtet und evaluiert und allenfalls auf weitere Tankstellen-Standorte ausgeweitet, erklärt LH Platter abschließend.

Foto: Wikimedia/Kleszczu CC BY-SA 2.5

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