Das Berliner Start-up Forto hat eine Plattform zur Buchung von Laderäumen entwickelt. Die Lösung bringt den Güterverkehr auf ein neues Niveau und hilft Verladern, sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren.

Das Unternehmen Forto, das bis vor kurzem unter dem Namen FreightHub firmierte, wurde vor 4 Jahren von Ferre Heilemann, Erik Muttersbach, Michael Wax und Fabian Heilemann gegründet. Heute hat es über 2.500 Kunden und beschäftigt weltweit 300 Mitarbeiter. Das Start-up verfügt zwar über keine eigenen Lastwagen oder Frachtschiffe, aber gilt als Entwickler einer Plattform, die einen umfassenden Service für Versender anbietet, der die gesamte Prozesskette von Angeboten über Buchungen, Dokumentenverwaltung, Nachverfolgung bis hin zur Analyse der Angaben zu Lieferketten umfasst.

Nach Schätzungen von Experten werden weltweit jährlich rund 200 Millionen Container befördert. Bisher assoziierte man aber das globale Frachtgeschäft mit  Unverbindlichkeit und Unzuverlässigkeit. Situationen, in denen Kunden, die Kapazitäten auf Frachtschiffen gebucht hatten, einfach danach nicht erschienen, waren keine Seltenheit. Es kam auch vor, dass die reservierten Waren im Hafen zurückgelassen wurden, weil das Schiff bereits voll beladen war, erklärt in einem Interview für „Morgenpost” Michael Wax, einer der Gründer des Berliner Start-ups.

Als Grund dafür nennt Forto das niedrige Niveau der Digitalisierung in der Branche. Dies sollte sich jedoch dank der vom Start-up aus Berlin geschaffenen Plattform ändern. Der Transport kann pünktlich, transparent und zuverlässig werden, und die damit verbundenen Formalitäten können auf ein Minimum beschränkt werden.

Wir halten unser Versprechen, was Verfügbarkeit von Transportkapazitäten und Anlieferzeit angeht, und zeigen dem Kunden sehr transparent, wo seine Ware ist, sagt Wax gegenüber der Berliner Tageszeitung Morgenpost.

Laut Erik Muttersbach, einem weiteren Gründer des Start-ups, mussten für jeden Container bisher durchschnittlich 30 bis 60 E-Mails mit erforderlichen Unterlagen gesendet werden.

Einen Container von A nach B zu schicken, soll so einfach sein, wie einen Flug zu buchen. Wir wollen, dass die Kunden einfach nicht mehr darüber nachdenken müssen, erklärt  Muttesbach.

Dank dieser Vereinfachung der Prozesse bei der Transportorganisation können sich die Verlader auf ihre Kerntätigkeit konzentrieren, ohne an die Logistik denken zu müssen. Darüber hinaus können internationale Geschäfte auch für Kleinunternehmen, die sich aufgrund der Komplexität der Verfahren zuvor dafür nicht entschieden hatten, möglich sein.

Foto: Bartosz Wawryszuk

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