Autofahrer, die auf die Abstandsmessung nicht achten, stellen eine große Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer dar. Mitglieder des Automobilclubs Europa kontrollierten auf der Autobahnbrücke Ursulum in Gießen, ob Lastwagen  die vorgeschriebenen Mindestabstände einhalten. Dem Bericht des Gießener Anzeigers zufolge ist die Bilanz enttäuschend. Jeder dritte Lkw fährt zu dicht.

Die gesamte Beobachtung der ACE-Vertreter dauerte 90 Minuten. Nach Angaben des Gießener Anzeigers verstießen 144 von 466 Lastwagen gegen die Straßenverkehrsordnung.

Aus der Unfallstatistik geht hervor, dass sogenannte “Drängler” eine echte Gefahr im Straßenverkehr darstellen. Im vergangenen Jahr fuhren 488 Lkw auf ein Stauende auf, wovon es bei 410 Unfällen zwischen Lastwagen Leicht- und Schwerverletzte gab. Infolge von 44 Unfällen dieser Art kamen 45 Menschen ums Leben. Bei weiteren 34 Fällen, wenn ein Pkw am Stauende stand, gab es acht Todesopfer.

ACE-Kreisvorsitzender Gerd Wegel stellte gegenüber dem Gießener Anzeiger fest, dass selbstverständlich nicht immer nur Lastwagen schuld sind. Lkw-Fahrer werden oft zum abrupten Bremsen wegen überholenden und zu knapp wieder vor ihnen einscherenden Pkw gezwungen.

Trotzdem hält er Berufskraftfahrer für “das schwächste Glied in der Kette”.

Sie stehen permanent unter Zeitdruck, und das gilt noch viel mehr für die Paketboten in den Sprintern, so Wegel gegenüber der Zeitung.

Daher plädiert er auch für die Einführung eines Tempolimits von 120 Stundenkilometern für kleine Nutzfahrzeuge.

Überdies betont Wegel, dass sowohl Polizei auch Zoll häufigere und genauere Verkehrskontrollen durchführen sollen, damit es nicht zu so vielen Unfallsituationen auf Autobahnen kommt.

Photo: pixabay.com

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