Während sich zur Zeit am Kraftstoffmarkt keine großen Veränderungen bemerkbar machen, rechnen die Experten mit einem möglichen Anstieg von acht bis elf Cent pro Liter aus.

In dieser Woche machen sich am Kraftstoffmarkt keine großen Veränderungen bemerkbar. Der ADAC ermittelt in seiner Kraftstoffpreisauswertung für einen Liter Super E10 im Bundesschnitt einen Preis von 1,204 Euro. Somit geht er im Vergleich zur Vorwoche um 0,7 Cent zurück. Auch beim Diesel gibt es kaum eine Veränderung. Ein Liter kostet hier im bundesweiten Mittel 1,063 Euro – 0,1 Cent mehr als in der vergangenen Woche.

Die Experten erwarten höhere Spritpreise

Die ADAC-Experten betonen, dass für die Entwicklung der Kraftstoffpreise die Rohölnotierungen und der Dollarkurs wichtig sind. Ein Barrel der Sorte Brent kostet aktuell rund 48 Dollar.

Damit verlässt der Rohölpreis zum ersten Mal seit einem knappen halben Jahr den Korridor von rund 40 bis 45 Dollar je Barrel nach oben”, heißt es in einer Mitteilung des Automobilclubs.

Dies könnte ein Anzeichen dafür sein, dass die Preise in der nähen Zukunft steigen werden. Überdies gibt es zwei weitere Gründe, die nach Ansicht des ADAC-Pressesprechers zu einem Anstieg von zehn bis elf Cent pro Liter beim Sprit beitragen sollten. Es handelt sich sowohl um den CO2-Preis von 25 Euro pro Tonne, der Diesel um rund acht und Super E10 um rund sieben Cent teurer machen wird, als auch darum, dass die Mehrwertsteuersenkung bald endet.

Von einem unvermeidbaren Preisanstieg geht auch Johannes Küstner, Leiter Nationaler Straßengüterverkehr und Umwelt beim DSLV aus. Nach seinen Schätzungen wird das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) als Ausführungsgesetz des nationalen Emissionshandels den Dieselpreis bereits zum 1. Januar 2021 um bis zu 8 ct/Liter verteuern. Dies sind im Schnitt bis zu 2.500 Euro höhere Betriebskosten pro Lkw im Jahr 2021.

Bild: ADAC /Kraftstoffpreisvergleich

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