Nur wenige Tage, nachdem der französische Konzern CMA CGM Group zum Opfer eines Cyberangriffs geworden war, erlitt ein anderer wichtiger Akteur in der Schifffahrtsbranche das gleiche Schicksal. Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation IMO hat Ende letzter Woche bestätigt, dass ihre Arbeit aufgrund einer Cyberattacke unterbrochen wurde.

Die Sonderorganisation der Vereinten Nationen erklärte auf Twitter, dass sie mit den IT-Sicherheitsexperten der UN zusammenarbeiten werde, um das Problem zu beheben. Zum Zeitpunkt des Schreibens war der volle Umfang des Cyberangriffs noch nicht klar. Die IMO-Website ist aber wieder erreichbar.

Angesichts der Tatsache, dass der Cyberangriff auf die CMA-CGM Group vor kurzem stattgefunden hat, ist es verständlich, warum in den Medien davon gesprochen wird, dass die beiden Attacken miteinander verbunden sein könnten. Der Schifffahrtsexperte Lars Jensen ist jedoch der Ansicht, dass „höchstwahrscheinlich keine Verbindung zwischen den beiden Vorfällen besteht“. Jensen fügt hinzu, dass Cyberangriffe seit einiger Zeit auf dem Vormarsch sind und der Schifffahrtssektor keine Ausnahme darstellt.

In der Zwischenzeit beginnt CMA CGM, sich mit den Dingen auseinanderzusetzen, die nach dem Cyberangriff auf ihre Systeme am vergangenen Montag aufgetreten sind. Die letzte offizielle Mitteilung zu diesem Thema erfolgte am Mittwoch, als der französische Schifffahrtskonzern bekannt gab, dass seine Backoffices (Shared Services Center) schrittweise wieder mit dem Netzwerk verbunden werden. Es besteht jedoch die Befürchtung einer Datenverletzung, und das wahre Ausmaß des Angriffs ist derzeit auch noch nicht sicher.

Photo: LordHarris / Wikimedia Commons

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