Um die Blockabfertigung bei Kufstein Nord effektiver zu gestalten,  wurde nun ein automatisiertes Dosiersystem installiert.

Mit der LKW-Dosierung – insgesamt sind es pro Stunde maximal 300 LKW, die den Checkpoint passieren dürfen – konnte auch an besonders kritischen Tagen die Verkehrs- und Versorgungssicherheit entlang des Inntalkorridors aufrechterhalten werden. Wir haben uns für die richtige Maßnahme entschieden, um die Tiroler Bevölkerung und Verkehrsteilnehmenden bestmöglich zu schützen. Mit dem automatischen Dosiersystem ist die Blockabfertigung noch flexibler einsetzbar und die Exekutive sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ASFINAG werden in ihrer Arbeit, die trotz technischer Verbesserung wesentlich bleiben wird, maßgeblich entlastet, betont LH Platter.

 

Konkret ist das Dosiersystem damit noch schneller aktivierbar:

Die Vorlaufzeit der Aktivierung wird verringert. Dadurch kann auch bei unvorhersehbaren Ereignissen wie Unfällen oder anderen Einschränkungen schneller reagiert werden. Das System kann umgehend aktiviert werden, wenn es benötigt wird. Von der Aktivierung über die Kontrolle bis hin zur Deaktivierung: Die Dosierung wird vereinfacht und die Sicherheit wesentlich erhöht, betont LHStvin Felipe.

Adaptierte Wechseltextanzeigen und neue Spurleitung

Beim automatisierten System wurden die LED-Wechseltextanzeigen adaptiert – die Verkehrsteilnehmenden bzw. LKW-FahrerInnen werden an unterschiedlichen Anfahrtsstandorten frühzeitig auf die Dosierung hingewiesen. Auch die Video- und Beleuchtungsanlagen wurden erweitert. Aus baulicher Hinsicht wurde die Autobahn an der Stelle zur Ausfahrt der LKW für die Dosierung verbreitert und eine eigene Zufahrt für Einsatzkräfte vom untergeordneten Straßennetz errichtet.

Das System wurde gemeinsam von der ASFINAG mit den Expertinnen und Experten des Landes entwickelt – Flexibilität, eine rasche Einsatzfähigkeit und die Sicherheit aller waren die Prämissen, auf welchen dieses aufbaut. Mit dieser Maßnahme soll der gesamte Ablauf der LKW-Dosierung in Kufstein – von der Aktivierung, Kontrolle, Deaktivierung bis hin zum Abbau – vereinfacht und die Sicherheitsabstände erhöht werden. Das heißt: weniger Zeit- und Personalaufwand bei höchstmöglicher Sicherheit für Verkehrsteilnehmende und Mitarbeitende, erklärt Stefan Siegele, Geschäftsführer der ASFINAG.

Alle Fahrzeuge werden im Bereich der Grenze und der Anschlussstelle Kufstein Nord durch elektronische Anzeigen auf die Dosierung hingewiesen. Bei Aktivierung wird der rechte Fahrstreifen durch entsprechende elektronische Signalisierung der Fahrspuren gesperrt, wodurch die LKW entsprechend ausgeleitet werden. Der Kontrollcontainer wird auch künftig bereitstehen, Leitkegel unterstützen die Spurführung.

Zwei Testläufe wurden absolviert – weitere Evaluierung folgt

Auch künftig werden PolizeibeamtInnen vor Ort sein, um die Blockabfertigung durchzuführen bzw. und bedarfsangepasst die jeweilige Zahl an LKW passieren zu lassen. Wir werden das System auch weiterhin evaluieren. Nach bereits zwei durchgeführten Testläufen können wir jedoch bereits jetzt mit Sicherheit sagen, dass dieses System für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen deutlichen Mehrwert darstellt. Ob und in welcher Form es noch Feinabstimmungen braucht, wird sich im Zuge der ersten Realdurchläufe zeigen, erklärt Oberst Markus Widmann, Leiter der Verkehrsabteilung der Polizei.

Die Blockabfertigung wird im ersten Halbjahr 2020 an 20, im zweiten Halbjahr an 15 verkehrskritischen Tagen aktiviert.

Foto: Wikimedia/Kleszczu CC BY-SA 2.5

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