Einer neuesten Studie der Organisation UIC zufolge könnte der Schienengüterverkehr zwischen China und Europa unter der Reduzierung der Subventionen stark leiden.Die Organisation hat auch drei mögliche Szenarien unter Berücksichtigung von makroökonomischen Faktoren vorgestellt.

In Kooperation mit dem Beratungsunternehmen IEC (Infrastructure Economic Center) mit Sitz in Moskau und Paris hat UIC mögliche Prognosen für die Entwicklung des Schienengüterverkehrs zwischen China und Europa bis 2030 präsentiert.

Laut der Studie wurde die größe Dynamik des Schienengüterverkehrs zwischen China und Europa zwischen 2016-2018 verzeichnet, nach 2018 war das Wachstum stabil, könnte aber in Zukunft  aufgrund der Reduzierung der Subventionen seitens China einen Dämpfer bekommen. Ab 2021 sollen die Subventionen von 50% auf 20% gekürzt werden.  Je nachdem wie sich die globale Lage entwickeln wird, könnte das mehr oder weniger schwerwiegende Folgen für das Transportvolumen haben.

Drei Szenarien sind möglich

UIC hat drei möglich makroökonomische Szenarien  präsentiert: sollten sich die geopolitischen Spannungen und Handelskriege verschärfen würde, das Volumen bis 2030 auf weniger als 450.000 TEU fallen, die optimistische Variante sieht ein Volumen von 2 Millionen  TEU im Jahr 2030 vor vorausgesetzt es kommt zu keinen Konflikten zwischen den größten Volkswirtschaften. Möglich ist aber auch ein Mittelweg:  872.000 TEU im Jahr 2030.

Abschließend gehen die Autoren der Studie davon aus, dass eine Neuordnung der Transportrouten wahrscheinlich ist. Besonders südliche Bahnstrecken über Kasachstan, das stark von der chinesischen Finanzierung abhängig ist,  könnten negativ betroffen sein. Die derzeit auf diesen Strecken transportierten Waren können möglicherweise auf See verlegt werden. An Bedeutung könnten auch nördlich liegende Routen über Russland gewinnen.

Foto:Pixabay/oxion2003/public domain

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