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DHL übernimmt Lagerlogistik von Sandvik in Eindhoven

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DHL Supply Chain baut sein Geschäft in der industriellen Kontraktlogistik weiter aus. Der Logistikdienstleister hat zum 1. Juli die Verantwortung für den Lagerbetrieb des schwedischen Industriekonzerns Sandvik am Standort Eindhoven übernommen. Mit dem Betreiberwechsel wechseln zugleich mehr als 340 Beschäftigte zu DHL. Der Auftrag unterstreicht die wachsende Bedeutung spezialisierter Ersatzteillogistik für die Industrie.

Das Wichtigste im Überblick

  • DHL Supply Chain übernimmt den Warehouse-Betrieb von Sandvik in Eindhoven.
  • Mehr als 340 Beschäftigte wechseln im Zuge des Betreiberwechsels zu DHL.
  • Das Logistikzentrum versorgt Kunden in Europa, dem Nahen Osten und den GUS-Staaten mit Ersatzteilen.
  • DHL baut damit seine Präsenz im niederländischen Hightech-Cluster Brainport Eindhoven aus.
  • Zum Leistungsumfang gehören Warehousing, Ersatzteillogistik, AutoStore-Automatisierung sowie Verpackungs- und Transportlösungen.

Betreiberwechsel für zentrales Ersatzteillager

Seit dem 1. Juli verantwortet DHL Supply Chain den Lagerbetrieb für Sandvik am niederländischen Standort Eindhoven. Der schwedische Technologiekonzern entwickelt Maschinen, Werkzeuge und technische Lösungen für den Bergbau sowie Infrastrukturprojekte und betreibt dort eines seiner wichtigsten Distributionszentren für Ersatzteile.

Von Eindhoven aus werden Kunden in Europa, dem Nahen Osten und den GUS-Staaten mit Service- und Ersatzteilen beliefert. Gerade in der Bergbau- und Infrastrukturbranche sind kurze Lieferzeiten entscheidend, da ungeplante Maschinenstillstände erhebliche Kosten verursachen können.

Mehr als 340 Beschäftigte wechseln zu DHL

Mit der Übernahme des Lagerbetriebs gehen auch mehr als 340 Logistikmitarbeiter zu DHL über. Nach Angaben des Unternehmens soll dadurch das vorhandene Prozesswissen erhalten und ein reibungsloser Übergang sichergestellt werden.

Solche Personalübergänge sind in der Kontraktlogistik keine Seltenheit. Wechselt ein Industrieunternehmen den Betreiber eines Logistikstandorts, werden eingespielte Teams häufig übernommen, um Unterbrechungen im laufenden Betrieb zu vermeiden und das Know-how am Standort zu sichern.

Ausbau im Hightech-Standort Eindhoven

Für DHL ist der Auftrag auch strategisch bedeutsam. Die Region Brainport Eindhoven zählt zu den wichtigsten Technologie- und Industriestandorten Europas. Unternehmen wie ASML, DAF, NXP und zahlreiche Zulieferer haben sich dort angesiedelt und sorgen für eine hohe Nachfrage nach spezialisierten Logistikdienstleistungen.

DHL betreibt bereits mehrere Logistikstandorte in Eindhoven, Best und Weert. Mit dem Sandvik-Auftrag erweitert der Konzern insbesondere sein Geschäft im Bereich Engineering und Manufacturing – einem Segment, in dem die Anforderungen an Qualität, Prozesssicherheit und Verfügbarkeit besonders hoch sind.

Fokus auf Ersatzteillogistik

Zum Leistungsumfang gehören neben der Lagerhaltung auch das Management von Ersatzteilen, Verpackungslösungen mit Holzkisten sowie automatisierte Lagerprozesse auf Basis von AutoStore. Den Transport von und zum Lager übernimmt DHL gemeinsam mit DHL Global Forwarding und DHL Express.

Nach Unternehmensangaben sollen außerdem bestehende Programme für Prozessoptimierung und Qualitätsmanagement eingesetzt werden, um die Abläufe am Standort weiter zu verbessern und das erwartete Wachstum von Sandvik zu unterstützen.

Trend zum Outsourcing komplexer Logistik

Der Betreiberwechsel in Eindhoven steht beispielhaft für eine Entwicklung, die sich in der Industrie seit Jahren verstärkt. Hersteller vergeben komplexe Logistikprozesse zunehmend an spezialisierte Kontraktlogistiker, anstatt entsprechende Strukturen selbst zu betreiben. Insbesondere die Ersatzteillogistik gilt dabei als anspruchsvoll: Hohe Lieferbereitschaft, kurze Reaktionszeiten und ein breites Artikelspektrum erfordern leistungsfähige Lager- und IT-Systeme.

Für Logistikdienstleister bieten solche Verträge langfristige Perspektiven und vergleichsweise stabile Geschäftsvolumina. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Automatisierung, Digitalisierung und Prozessqualität. Der Auftrag von Sandvik zeigt, dass Unternehmen bei kritischen Ersatzteillogistikprozessen zunehmend auf spezialisierte Partner setzen – ein Trend, der die Kontraktlogistik in Europa weiter prägen dürfte.

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