Im Mittelpunkt der Transaktion steht eine Beteiligung von 53,35 Prozent an Thaumas N.V., der Gesellschaft, über die Euroports indirekt gehalten wird. Die Anteile werden von R-Logitech sowie den belgischen öffentlichen Beteiligungsgesellschaften SFPIM und PMV verkauft. Nach dem Vollzug wird A.P. Moller Capital zum Mehrheitseigner von Euroports. SFPIM und PMV bleiben an der Gruppe beteiligt.
Zum Kaufpreis machten die Parteien keine Angaben. Nach Angaben von R-Logitech richtet sich der endgültige Betrag nach dem konsolidierten EBITDA von Euroports im Geschäftsjahr 2026. Der Abschluss der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher, wettbewerbsrechtlicher und weiterer Genehmigungen. Mit diesen wird im ersten Quartal 2027 gerechnet.
Mehr als 50 Terminals in Europa und China
Euroports hat seinen Sitz in Belgien und betreibt mehr als 50 See- und Inland-Terminals in zehn europäischen Ländern sowie in China. Jährlich werden dort mehr als 70 Millionen Tonnen Schüttgut, Stückgut und Flüssiggut umgeschlagen. Dazu zählen unter anderem Düngemittel, Agrarrohstoffe, Forstprodukte, Metalle und Mineralien.
Die Gruppe beschäftigt rund 3.000 Menschen. Zu ihr gehört außerdem Manuport Logistics, ein international tätiges Speditionsunternehmen mit Aktivitäten in mehr als 20 Ländern. Nach Angaben von A.P. Moller Capital soll Manuport weiterhin unter seinem bisherigen Namen arbeiten und seine Wachstumsstrategie innerhalb der Euroports-Gruppe fortsetzen.
Für A.P. Moller Capital ist die Übernahme das zweite Investment in Europa nach der Beteiligung am spanischen Logistikunternehmen BERGÉ. Mit der Transaktion baut der Investor sein Engagement in der Hafen- und Verkehrsinfrastruktur weiter aus.
A.P. Moller Capital gehört zur übergeordneten A.P. Moller Group, ist jedoch organisatorisch vom Containerreederei- und Logistikkonzern A.P. Moller–Maersk getrennt.









