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Autoexperten rechnen in mindestens zehn Großstädten mit einem Diesel-Verbot, falls die Motoren nicht umgerüstet werden. Betroffen könnten nach ihrer Einschätzung die Städte München, Stuttgart, Köln, Reutlingen, Hamburg, Heilbronn, Kiel, Düsseldorf, Darmstadt und Ludwigsburg sein, zeigt die neueste Studie des CAR-Instituts an der Universität-Duisburg-Essen.

In der Analyse wurden die Stickstoffdioxid-Werte aus 400 Schadstoff-Messstationen des Bundesumweltamtes ausgewertet und hochgerechnet. Das Institut stellt zwar eine leichte Verbesserung der Werte in den Jahren 2016 und 2017 fest, aber die gesetzlich vorgegeben NO2-Grenzwerte wurden dennoch bei weitem nicht erreicht.

„Die Daten belegen, dass Software-Updates und Abwrackprämien nicht die nötigen Ergebnisse bringen“, sagte dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ Ferdinand Dudenhöffer, Professor an der Uni Duisburg-Essen und Autor der Studie.

Hardware-Umrüstungen

„Der Regierungskoalition in Berlin bleibt nur die Alternative, mit Hardware-Umrüstungen für ältere Diesel-Pkw Fahrverbote in den Großstädten zu vermeiden. Es reicht nicht, wenn auf lokaler Ebene ein paar Busse auf Elektrobetrieb umgerüstet werden”, so Dudenhöffer.

In einer früheren Analyse hatten die Wissenschaftler zur Lösung des Problems den Vorschlag gemacht, dass jeder Besitzer eines Diesel-Pkw 2000 Euro vom Staat erhält, wenn er nachrüstet oder das Fahrzeug verschrottet.

Quelle: GfK Global Green Index 2017

Umfrage: Nur 14 Prozent für Diesel-Fahrverbote

Nur 14 Prozent der Deutschen sprechen sich für Diesel-Fahrverbote in einzelnen Städten aus. Jeder Dritte hält die Diskussion über Diesel und Schadstoffbelastung einer Umfrage zufolge für völlig übertrieben. Wie das Marktforschungsinstitut GfK im November 2017 mitteilte, wollen 30 Prozent der Befragten den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, bessere Bedingungen für Radfahrer und mehr Förderung der Elektromobilität.

Quellen: ksta.de, gfk-verein.org

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