Der ADAC hat in einer Befragung überprüft, was Autofahrer am meisten nervt. Unter 22 Situationen, die gelistet wurden, gab es einen klaren Gewinner: Zu dichtes Auffahren bei hohen Geschwindigkeiten. Kein Wunder. Letzte Woche kontrollierte die Polizei in Bayern die Einhaltung des Mindestabstandes. Innerhalb von vier Stunden wurden dreißig Verkehrsordnungswidrigkeiten durch Lkw-Fahrer festgestellt.

Wie schon in den vergangenen Jahren zeigte die jüngste ADAC-Befragung, dass sich Autofahrer am meisten über zu dichtes Auffahren bei hohen Geschwindigkeiten ärgern. 77 Prozent der Befragten gaben dies als den größten Störfaktor an.

Die Anzahl der Verstöße dieser Art während der letzten Kontrollaktion der Polizei in Bayern auf der A6 im Bereich Herrieden lässt das Ergebnis der Befragung nachvollziehen. Dem Bericht des Portals  BR 24 zufolge wurden innerhalb von etwa drei Stunden rund fünfzig Verkehrsordnungswidrigkeiten in Bezug auf die Nichteinhaltung des Mindestabstandes zum Vordermann durch Lkw-Fahrer festgestellt. Alle wurden mit einem Bußgeld in Höhe eines dreistelligen Geldbetrages sowie mit einem Punkt in Flensburg bestraft.

Anfang August kontrollierten auch die Vertreter des Automobilclubs Europa auf der Autobahnbrücke Ursulum in Gießen, ob Lastwagen die vorgeschriebenen Mindestabstände einhalten. Damals während 90 Minuten verstießen 144 von 466 Lastwagen gegen die Straßenverkehrsordnung.

Weitere Störfaktoren

Weit oben rangieren in der ADAC-Befragung auch die Ablenkung durch das Smartphone (75 Prozent) und das plötzliche Abbiegen oder ein spontaner Spurwechsel ohne zu blinken (61 Prozent), heißt es in der Pressemitteilung des ADAC. 60 Prozent der Befragten gaben auch Staus und zähflüssigen Verkehr als belastend an. Unter besonders lästigen Störfaktoren wurden auch überholende Lkw-Fahrer (55 Prozent) sowie rechts überholende Pkw-Fahrer (54 Prozent) oft genannt.Mit 45 Prozent gaben fast die Hälfte der befragten Mitglieder an, E-Scooter-Fahrer auf der Straße als störend zu empfinden.

Der ADAC rät allen Verkehrsteilnehmern, die sich über das Verhalten anderer aufregen, gelassen zu reagieren. Wer sich provozieren lässt, bringt sich letztendlich auch selbst in Gefahr.

Foto: Pixabay

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