Die spanische Toledo Civil Guard und die Madrider Polizei haben im Rahmen des monatelangen Capaga-Projekts eine weitere Gruppe von Planenschlitzern festgenommen. Den Ermittlern gelang es, einen großen Teil der gestohlenen Waren sicherzustellen.

Spanische Medien berichten über eine weitere erfolgreiche Aktion der Zivilgarde, infolge deren eine Bande von „Planenschlitzern” verhaftet wurde. Die organisierte Gruppe stand im Verdacht, 15 Frachten von Lastwagen mit einem Gesamtwert von mehr als einer halben Million Euro gestohlen zu haben. Im Fokus der Planenschlitzer standen vor allem Raststätten in den spanischen Provinzen Madrid, Segovia, Valencia, Burgos, Lérida, Vizcaya und Toledo sowie Parkplätze in Frankreich.

Die Fahndung gegen die Bandenmitglieder begann bereits im Juli 2019, nachdem die Toledo-Beamten mehrere Verdächtige im Madrider Bezirk Puente de Vallecas ausfindig gemacht hatten. Dank einer Zusammenarbeit mit der Madrider Polizei konnte festgestellt werden, dass sie Mitglieder einer organisierten kriminellen Gruppe waren, die mehrere Orte, an denen Lastwagen geparkt wurden, gezielt untersucht und analysiert hatte.

Während einer der Kriminellen das ausgewählte Gelände kundschaftete, konnten die anderen einen geigneten Platz finden, um ihren Lkw, mit dem die gestohlenen Waren später befördert wurden, entsprechend zu parken. Dank eigenem Truck erregten sie bei anderen Fahrern keinen Verdacht.

Dann schnitten sie im Schutz der Dunkelheit die Planen der Anhänger auf, und wenn die Fracht für sie attraktiv war, entfernten sie die Plombe, öffneten die Ladebordwand und stahlen die Waren, die danach in einem Lagerhaus in Rivas Vaciamadrid bei Madrid gelagert wurden. Von dort aus gingen sie auf den Schwarzmarkt. Der Zivilgarde und der Polizei gelang es, die Frachten im Wert von 150.000 Euro sicherzustellen.

Foto: Policia Municipal Madrid

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