Während eines Treffens in Nürtingen hat der Arbeitgeberverband Spedition und Logistik Baden-Württemberg (AVSL) einen Tarifabschluss mit ver.di unterzeichnet.

Somit werden  Lohn und Gehalt in nächster Zeit sogar zweimal steigen – am 1. Juni um 3,2 Prozent und am 1. April 2019 um weitere 2,6 Prozent. Azubis hingegen erwartet eine Lohnerhöhung um 40 Euro in diesem und um weitere 40 Euro im nächsten Jahr.

Der Tarifvertrag ist im Regierungsbezirk Württemberg/Nordbaden gültig, tritt rückwirkend zum 1. April in Kraft und wurde für 25 Monate abgeschlossen.

Tarifabschlüsse und Lohnerhöhungen für Kraftfahrer in einem der Bundesländer gehören vielleicht nicht zu den Topthemen, können in Zukunft aber an Relevanz gewinnen. Werden die Vorschriften über die Entsendung eingeführt, werden gerade Tarifverträge als Grundlage für die Lohnberechnung im internationalen Transport dienen.

In westeuropäischen Ländern, zum Beispiel in Frankreich, Spanien oder Italien werden hunderte von solchen Tarifverträgen unterzeichnet. Infolgedessen kann die Berechnung der Löhne enorm schwierig werden, wenn überhaupt noch machbar. Auf jeden Fall werden die neuen Regelungen den osteuropäischen Transportfirmen die Tätigkeit erschweren. Auch Deutschland, eins der führenden Länder in der internationalen Transportbranche,wird die Folgen zu spüren bekommen.

Dies ist ein weiterer Beweis dafür, dass den Entscheidungen in Brüssel nicht immer eine fundierte Marktanalyse vorangeht. Anstatt auf die Verbesserung der Transportbranche zielen manche Regelungen  auf die Realisierung politischer Interessen hin.

Foto:iStock

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