Das nächste Jahr wird für die tschechische Transportindustrie eine Menge Veränderungen bringen.  Es werden elektronische Vignetten eingeführt, und Frachtführer werden wegen der Lärm- und Schadstoffabgabe tiefer in die Tasche greifen müssen.

Ab nächstem Jahr wird die Gebühr für Lkw über 3,5 t für die Benutzung der tschechischen Autobahnen und einiger Straßen der ersten Klasse aus drei Komponenten bestehen. Neben der Straßennutzungsgebühr wird auch eine Gebühr für die Lärm- oder Schadstoffabgabe erhoben. Anpassungen der Tarife wurden am Montag von der tschechischen Regierung verabschiedet.

Der Zweck dieser Gebühren (für Lärm und Umweltverschmutzung – Anm. d. Red.) besteht darin, zusätzliche Mittel für Investitionen in Sanierungsmaßnahmen zu erhalten, die die negativen Auswirkungen von Lärm und Luftverschmutzung auf die Bevölkerung im Umfeld der Straßen verringern. Wir sprechen zum Beispiel über den Bau von Lärmschutzwänden in der Nähe von Straßen der ersten Klasse, die in der Nähe von Städten und Dörfern verlaufen”, erklärt der tschechische Verkehrsminister Karel Havlíček. Wie er hinzufügt, nimmt die Tschechische Republik das Beispiel der Nachbarländer Österreich und Deutschland, die die externen Kosten der Infrastruktur in ihre Mautgebühren einbeziehen.

Die Lärmgebühr wird auf der Grundlage der Anzahl der Achsen und der Fahrzeugmasse neu berechnet. Die Höhe der Luftverschmutzungsabgabe richtet sich nach der Emissionsnorm, der Fahrzeugmasse und der Anzahl der Achsen. Je höher die Emissionsnorm, desto niedriger die Gebühr. Beide Gebühren, die vom Verkehrsministerium vorgeschlagen wurden, liegen innerhalb der in der europäischen Richtlinie festgelegten zulässigen Höchstgrenze. Die Regierung rechnet damit, dass die Einführung der Dreikomponentenstruktur der Mautsätze im Jahr 2021 gegenüber 2019 zu einem Anstieg der erwarteten Mauteinnahmen im Jahr 2021 um rund 1,6 Milliarden Kronen führen wird, was einen Gesamtumsatz von rund 12,6 Milliarden Kronen ergibt. Darüber hinaus sollen die Einnahmen den diesjährigen Ausbau des gebührenpflichtigen Straßensystems um weitere 900 Kilometer erhöhen, so die tschechischen Medien.

Die Höhe der Mautsätze ist noch nicht bekannt.

Preiserhöhungen sind nur ein Teil der Veränderungen

Darüber hinaus wird es zu Beginn des nächsten Jahres eine Änderung in den Kategorien der Emissionen geben, von Kategorie:

EURO 0 – II;

EURO III und IV;

EURO V; EEV,

EURO VI und höher,

zu Kategorien:

EURO 0 – IV;

EURO V, EEV;

EURO VI;

Emissionsnormen über EURO VI.

Zusätzlich werden Änderungen in der Gültigkeit der Autobahnvignetten geplant – Jahresvignetten werden 365 Tage statt eines Kalenderjahres gültig sein. Die Änderungen sollten bereits für das neue elektronische Autobahnmautsystem gelten. Ab dem nächsten Jahr sollen digitale Vignetten die derzeit verwendeten Papiervignetten ersetzen.

Foto: Wikimedia/My Friend Gnuu Free Documentation License

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