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Die Handelskette Lidl hat vor kurzem ein Pilotprojekt gestartet, das darauf hinzielt, die Arbeitszeiten von Fahrern zu optimieren. Und so wird in einigen Logistikzentren gegen Gebühren Hilfe bei der Entladung angeboten. Billig ist der Service aber nicht gerade.

Da das Entladen an der Rampe für alle immer ein Problem darstellt, hat sich Lidl jetzt dazu entschieden, ein wenig dabei nachzuhelfen. Das Unternehmen hat jüngst ein Pilotprojekt gestartet und möchte Fahrern künftig einen Sonderservice anbieten, berichtet trans aktuell.

Entladung an einer Expressrampe für 40 Euro

Im Rahmen des Pilotprojekts bietet Lidl Logistik-und Transportunternehmen die Möglichkeit an, die Waren von Lidl-Mitarbeitern entladen zu lassen. Die Kosten für diesen Sonderservice betragen 40 Euro, das ganze sollte auch nicht länger als 90 Minuten dauern. Die Anmeldung für solch eine Leistung darf spätestens  bis 5 Uhr morgens des Anliefertags über die dafür speziell entwickelte Mercareon-Plattform erfolgen.

Außerdem ist es auch möglich außerhalb der typischen Wareneingangszeiten von 12 bis 18 Uhr  zu entladen, sollte der Fahrer zum Beispiel aufgrund von Stau das Logistikzentrum nicht rechtzeitig erreichen. Die Anmeldung erfolgt auch in dem Fall via Mercareon-Plattform.  Die Kosten belaufen sich auf 100 Euro. Laut Unternehmen lasse sich so verhindern, dass der LKW mit der Ware zum nächsten Tag warten muss.

Pilotprojekt in sechs Logistikzentren gestartet

Das Projekt wurde vorerst  in sechs Logistikzentren in Norddeutschland eingeführt: in Grünheide, Großbeeren, Kremmen, Siek, Rostock und Hamburg. Der Lebensmittelhändler ist überzeugt, dass das den Transportunternehmen und Fahrern mehr Raum und Flexibilität bieten wird. Sind aber die Transport- und Logistikunternehmen derselben Meinung?

Anthony Wandt, Geschäftsführer der Wandt Spedition aus Braunschweig, zeigte sich in seiner Aussage für trans aktuell äußerst kritisch.

Unabhängig davon, wie man die Gebühr als solche bewertet, versucht Lidl damit, die ADSp auszuhebeln, sagte er.

 

Foto: Pixabay/CCO

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