Geschlossene Sanitäranlagen: Truckerin wandte sich an Arbeitsgericht, nachdem ihr gekündigt wurde, weil sie ihre Notdurft im Freien verrichten musste

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Geschlossene Sanitäranlagen: Truckerin wandte sich an Arbeitsgericht, nachdem ihr gekündigt wurde, weil sie ihre Notdurft im Freien verrichten musste

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie klagen viele Lkw-Fahrer über unzureichende Versorgung entlang der Straßen. Kein Wunder. Zuletzt waren in mehreren europäischen Ländern die meisten Hotels sowie zahlreiche Raststätten mit Toiletten und Duschen geschlossen. Auch in Frankreich, wo dies zu einer kuriosen Situation führte, die vor Gericht entschieden werden muss.

Eine Lkw-Fahrerin wandte sich an ein französisches Arbeitsgericht, nachdem sie von ihrem Arbeitgeber entlassen worden war, weil sie… an einem öffentlichen Ort ihre Notdurft verrichtet hatte. Wie Virginie Campoy behauptet, hatte sie keine andere Wahl und konnte sich einfach nicht anders verhalten.

Mitte April belud die Frau einen Bagger auf einem Bauernhof in der kleinen Stadt Saint-Léger im Nordwesten Frankreichs. Ihrem Bericht zufolge konnte sie die Toilette während der Arbeit aufgrund von Corona-Beschränkungen nicht benutzen. Aus dem gleichen Grund gab es auch leider keine andere Sanitäranlage in der Gegend.

Angesichts eines sehr starken Drangs zur Verrichtung der Notdurft traf die 42-Jährige die Entscheidung, ihr Fahrzeug kurz nach der Beladung an einem Feld anzuhalten und  das brennende Problem draußen zu lösen.

Das Pech wollte es, dass der Fall von einem Bauer nicht nur bemerkt, sondern auch fotografiert wurde. Der Mann hatte überhaupt kein Verständnis für die Notsituation und übersandte das Foto dem Arbeitgeber der Lkw-Fahrerin. Infolgedessen musste die Frau acht Tage Zwangsurlaub nehmen. Danach wurde ihr aber gekündigt.

Einem Bericht des Portals routiers.com zufolge beschloss die Truckerin, für ihre Rechte zu kämpfen. Ihrer Ansicht nach war die Entlassung ungerechtfertigt, daher reichte sie eine Klage beim Arbeitsgericht ein. Als Rechtfertigung führte sie die oben genannten Umstände sowie die Tatsache an, dass ihre Tat  keine Gefahr für den Verkahr darstellte.

Foto: Zugesandt von einem Trans.Info Leser

 

 

 

 

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