Die wichtigsten Punkte:
- Die neue Girteka-Werkstatt in Coesfeld ist in Betrieb.
- Am Standort können bis zu zehn Lkw-Züge oder 20 Zugmaschinen gleichzeitig aufgenommen werden.
- Eine eigene TÜV-Prüfspur ermöglicht technische Untersuchungen direkt vor Ort.
- Zum Start arbeitet dort ein zehnköpfiges Team.
- Mit dem internen Servicenetz will Girteka die Abhängigkeit von externen Werkstätten verringern und Standzeiten verkürzen.
- Weitere Standorte in Westeuropa werden geprüft.
Warum Girteka die Wartung stärker selbst übernimmt
Bei einer Flotte von mehr als 6.500 Lkw und 8.000 Aufliegern verursacht jeder Werkstattaufenthalt mehr als nur die eigentlichen Reparaturkosten. Hinzu kommen Anfahrten, Wartezeiten auf einen Termin und die Zeit, in der das Fahrzeug nicht eingesetzt werden kann. Girteka übernimmt deshalb einen Teil dieser Abläufe selbst. Die neue Anlage in Coesfeld ist auf die routinemäßige Wartung von Fahrzeugen ausgelegt, die auf westeuropäischen Routen eingesetzt werden.
Nach Angaben des Unternehmens geben eigene technische Einrichtungen Girteka mehr Kontrolle über Prüfungen und Reparaturtermine. Zugleich soll die Zeit in externen Werkstätten sinken.
Platz für 20 Zugmaschinen gleichzeitig
Am neuen Standort können bis zu zehn Lkw-Züge oder 20 Zugmaschinen gleichzeitig gewartet werden. Eine eigene TÜV-Prüfspur ist ebenfalls integriert. Vorgeschriebene technische Untersuchungen können damit direkt auf dem Betriebsgelände durchgeführt werden.
Die Verbindung von Werkstatt und Prüfspur an einem Ort soll die Abläufe bei der Wartung großer Flotten vereinfachen. Fahrzeuge müssen dadurch seltener zwischen verschiedenen Standorten bewegt werden.
Weniger Abhängigkeit von externen Werkstätten
„Bei unserer Unternehmensgröße können selbst kleinere Verbesserungen in der Wartung einen spürbaren Unterschied machen. Eigene Standorte geben uns mehr Kontrolle über Reparaturtermine, Servicequalität und Kosten. So lassen sich Ausfallzeiten verringern und Fahrzeuge schneller wieder in den Betrieb bringen“, sagt Edvin Darvid, Leiter der globalen Instandhaltung bei Girteka Transport.
Zum Start arbeitet in Coesfeld ein zehnköpfiges Team. Girteka will die Wartungskapazitäten und das Team schrittweise erweitern – je nach operativem Bedarf.
Deutschland folgt auf Dänemark
Mit dem Standort in Coesfeld setzt Girteka den Ausbau einer eigenen Wartungsinfrastruktur in Europa fort. Im Mai 2026 hatte das Unternehmen bereits eine vergleichbare Anlage im dänischen Padborg eröffnet. Mit Coesfeld folgt nun ein weiterer Standort in Deutschland, einem wichtigen Markt für den europäischen Straßengüterverkehr.
Parallel prüft Girteka weitere mögliche Standorte in Westeuropa. Im Fokus stehen Regionen mit hoher Flottenauslastung und guter Anbindung an wichtige Verkehrskorridore. Die neuen Anlagen sollen dort entstehen, wo sich die Wartungszeiten der Fahrzeuge besonders wirksam verkürzen lassen.
Wartung wird Teil der Transportsteuerung
Für große Flotten ist technische Infrastruktur ein Faktor für die Fahrzeugverfügbarkeit, die Transportplanung und die Stabilität des Fuhrparkbetriebs. Eine eigene Werkstatt kann sich damit unmittelbar auf den laufenden Betrieb auswirken. Die Investition in Coesfeld steht daher nicht nur für eine weitere Werkstatt, sondern auch für das Ziel, Lkw schneller wieder auf die Straße zu bringen.
Für ein Transportunternehmen dieser Größenordnung kann der Zugriff auf eigene Wartungskapazitäten ein wichtiger Faktor für den laufenden Betrieb sein.









