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Girteka setzt bei der Fahrersuche auf Lettland und Rumänien

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Girteka verlagert Teile seiner Transportaktivitäten nach Lettland und Rumänien. Damit schafft der litauische Logistikkonzern neue Standorte für die Zulassung von Lkw, die Beschäftigung von Fahrern und die operative Steuerung seiner Flotte.

Dieser Text wurde vollständig von einem Redakteur verfasst – basierend auf fachlichem Wissen, journalistischer Erfahrung und sorgfältiger Recherche. Künstliche Intelligenz kam dabei nicht zum Einsatz.

Die wichtigsten Punkte:

  • Girteka baut seine Flottenaktivitäten an weiteren europäischen Standorten aus. Lettland und Rumänien sollen als lokale Zentren für Lkw, Fahrer und das Transportmanagement dienen.
  • Mit der neuen Struktur will das Unternehmen den wachsenden Druck bei der Suche nach Fahrern abfedern und die für Kunden verfügbare Kapazität absichern.
  • Der Schritt erweitert Girtekas bereits dezentral organisiertes Modell. Über den Standort in Polen werden beispielsweise rund 3.000 Lkw betreut.

In Lettland sind bereits fast 100 in dem Land zugelassene Lkw von Girteka im Einsatz. Parallel bereitet das Unternehmen den Start seines neuen rumänischen Standorts in Oradea vor. Dort sollen zunächst die ersten Lkw und Fahrer eingesetzt werden. Beide Gesellschaften übernehmen vor Ort die Fahrzeugzulassung, die Beschäftigung von Fahrern und die Steuerung der Transporte.

Nach Angaben von Girteka geht es bei der Expansion vor allem um mehr Möglichkeiten bei der Rekrutierung professioneller Fahrer. Steuerliche oder regulatorische Vorteile nennt das Unternehmen nicht als Auslöser der Expansion.

Das teilte das Unternehmen litauischen Medien mit:

Die Entscheidung beruht nicht auf einem einzelnen regulatorischen oder steuerlichen Unterschied. Wir betrachten die Rahmenbedingungen des gesamten Geschäftsumfelds. Derzeit ist für uns besonders wichtig, genügend Fahrer für unsere Flotte zu gewinnen und die Anforderungen unserer Kunden zu erfüllen.”

Fast 100 Lkw von Girteka bereits in Lettland zugelassen

In Lettland ist der Aufbau deutlich weiter fortgeschritten als in Rumänien.

Girteka shifts transport operations to Latvia and Romania in search of drivers

Girteka-CEO Mindaugas Paulauskas

Die lettische Flotte umfasst laut Girteka inzwischen knapp 100 lokal zugelassene Lkw, die bereits unterwegs sind. In Riga sucht der Konzern außerdem Mitarbeiter für den Transport- und Verwaltungsbereich, während die lokale Organisation weiter aufgebaut wird.

In Rumänien werden derzeit die ersten Lkw und Fahrer erwartet. Mit dem Wachstum des Standorts in Oradea sollen auch die Rekrutierung und weitere lokale Aufgaben ausgeweitet werden.

Beide Gesellschaften sollen vollständig in das europäische Netzwerk von Girteka eingebunden werden.

Mindaugas Paulauskas, CEO von Girteka Transport, erklärte:

Das ist ein notwendiger Schritt, um die Kontinuität und Effizienz unserer Transportaktivitäten sicherzustellen. Die Verfügbarkeit professioneller Fahrer bleibt ein zentraler begrenzender Faktor. Deshalb brauchen wir mehr Flexibilität, um die für unsere Flotte benötigte Zahl an Fahrern zu gewinnen.“

Pavel Kveten, CEO von Girteka Logistics, ordnet die Expansion auch aus kommerzieller Sicht ein: Kunden mit temperaturgeführten oder hochwertigen Gütern erwarten verlässliche Kapazitäten sowie eine eng kontrollierte Abwicklung.

Da sich die Verfügbarkeit von Arbeitskräften, die Regulierung und die Kosten in Europa verändern, müssen wir unser Betriebsmodell laufend anpassen. Es soll dieses Leistungsversprechen weiterhin stützen und eine zuverlässige Abwicklung in großem Umfang ermöglichen”, ergänzte Kveten.

Girteka shifts transport operations to Latvia and Romania in search of drivers

Pavel Kveten, CEO von Girteka Logistics

Girteka verteilt seine Flotte zunehmend auf mehrere europäische Standorte

Mit Lettland und Rumänien erweitert Girteka sein zunehmend dezentralisiertes Betriebsmodell in Europa um zwei weitere Standorte.

Polen hat sich bereits zu einem der wichtigsten Transportstandorte des Konzerns entwickelt. Nach Unternehmensangaben werden über den Standort in Poznań rund 3.000 Lkw betreut. Mehr als 4.000 Beschäftigte, darunter Fahrer, sind diesem Standort zugeordnet.

Girteka shifts transport operations to Latvia and Romania in search of drivers

Der litauische öffentlich-rechtliche Sender LRT berichtete, Girteka habe seine Präsenz in Polen ursprünglich im Hinblick auf die Anforderungen des EU-Mobilitätspakets ausgebaut. Darüber hinaus ist der Konzern unter anderem in Deutschland, Dänemark und Norwegen aktiv.

Damit kann Girteka Fahrzeuge zunehmend dort stationieren und Personal einsetzen, wo die operativen Rahmenbedingungen günstiger und Arbeitskräfte leichter verfügbar sind, statt die gesamte Flotte und die Beschäftigung der Fahrer in Litauen zu konzentrieren.

Gleichzeitig betont das Unternehmen, dass die jüngste Entscheidung nicht als Reaktion auf eine einzelne nationale Vorschrift verstanden werden sollte.

Fahrermangel begrenzt zunehmend die Transportkapazität

Hinter der Neuordnung steht ein Fahrermangel, der nach Einschätzung von Girteka unmittelbar darüber entscheidet, wie viel Transportkapazität das Unternehmen seinen Kunden anbieten kann.

Der Konzern transportiert in Europa jährlich rund 800.000 Komplettladungen für mehr als 5.000 Kunden. Da Girteka stark auf den eigenen Fuhrpark setzt, hängt die verfügbare Transportkapazität direkt davon ab, wie viele Fahrer für die Lkw zur Verfügung stehen.

Die jüngste Untersuchung der IRU beziffert das Ausmaß des Problems auf rund 502.000 offene Stellen für Lkw-Fahrer in Europa im Jahr 2025. Das entspricht etwa 13 % des benötigten Personalbestands in der Branche.

Girteka shifts transport operations to Latvia and Romania in search of drivers

Girteka baut seine Transportaktivitäten in Lettland und Rumänien aus

Die demografische Entwicklung dürfte den Engpass weiter verschärfen: Rund 20 Prozent der derzeitigen Lkw-Fahrer in Europa werden voraussichtlich innerhalb der nächsten fünf Jahre in den Ruhestand gehen.

Große Flottenbetreiber weiten deshalb ihre Suche nach Personal über die bisherigen Heimatmärkte hinaus aus.

Auch Litauen hat die Regeln für die Beschäftigung von Arbeitskräften aus dem Ausland verschärft. Für 2026 gilt eine Obergrenze von 24.706 neu einreisenden ausländischen Arbeitskräften. Sie liegt leicht unter dem Niveau von 2025. Ist das Kontingent ausgeschöpft, gelten für Aufenthaltstitel zur Beschäftigung zusätzliche Anforderungen an Gehalt oder Beruf.

Girteka führt diese Vorschriften jedoch nicht als Auslöser für die Entscheidung zugunsten der Standorte in Lettland und Rumänien an. Der Konzern bezeichnet die Expansion vielmehr als Teil einer umfassenderen Strategie, um den Zugang zu Fahrern zu sichern und die Flottenkapazität angesichts der europaweit veränderten Arbeitsbedingungen aufrechtzuerhalten.

Mit Lettland und Rumänien stehen dafür nun zwei weitere Standorte zur Verfügung.

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