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Griechenland unterstützt kleine Transporteure vor ETS2

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Die Europäische Kommission hat das 4,77 Milliarden Euro umfassende Förderpaket Griechenlands für den Zeitraum 2026–2032 genehmigt. Davon entfallen 1,46 Milliarden Euro auf den Straßenverkehr. Rund 15.500 einkommensschwache Kleinstunternehmen sollen mit 373,7 Millionen Euro beim Leasing oder Kauf emissionsfreier und emissionsarmer Fahrzeuge unterstützt werden. Damit gibt das Programm einen frühen Hinweis darauf, wie EU-Mitgliedstaaten steigende Kraftstoffkosten abfedern könnten.

Dieser Text wurde vollständig von einem Redakteur verfasst – basierend auf fachlichem Wissen, journalistischer Erfahrung und sorgfältiger Recherche. Künstliche Intelligenz kam dabei nicht zum Einsatz.

Die wichtigsten Punkte:

  • Die Europäische Kommission hat Griechenlands Förderplan im Umfang von 4,77 Milliarden Euro für 2026–2032 genehmigt.
  • Etwa drei Viertel der Mittel sollen aus dem Haushalt der Europäischen Union stammen.
  • Für den Straßenverkehr sind 1,46 Milliarden Euro vorgesehen.
  • Für rund 15.500 einkommensschwache Kleinstunternehmen stehen insgesamt 373,7 Millionen Euro bereit.
  • Die Förderung soll das Leasing oder den Kauf emissionsfreier und emissionsarmer Fahrzeuge ermöglichen.
  • Griechenland will 135 Millionen Euro in 4.400 öffentliche Ladepunkte investieren.
  • ETS2 soll den Kraftstoffsektor ab dem 1. Januar 2028 erfassen.

Griechenlands Programm ist bislang das größte der fünf Sozialklimapläne, die die Europäische Kommission genehmigt hat. Auch Schweden, Litauen, Lettland und Malta haben grünes Licht erhalten. Die Pläne aus Kroatien, Slowenien, Italien, Luxemburg und den Niederlanden werden in Brüssel noch geprüft.

Für die Transportbranche ist besonders relevant, dass sich die Unterstützung nicht auf private Haushalte und den öffentlichen Verkehr beschränkt. Das deutet darauf hin, dass auch Kleinstunternehmen im Straßengüterverkehr von den Mitteln profitieren könnten.

373,7 Millionen Euro für das Leasing und den Kauf von Fahrzeugen

Von den insgesamt 4,77 Milliarden Euro will Griechenland 2,91 Milliarden Euro in gebäudebezogene Investitionen lenken. Weitere 1,46 Milliarden Euro sind für den Straßenverkehr vorgesehen.

Für den Verkehrsbereich ist eine eigene Fördermaßnahme für einkommensschwache Kleinstunternehmen vorgesehen. Rund 15.500 Unternehmen sollen Zugang zu 373,7 Millionen Euro erhalten, um emissionsfreie oder emissionsarme Fahrzeuge zu leasen oder zu kaufen. Ein Teil der Mittel soll über Ausschreibungen vergeben werden.

Noch ist nicht bekannt, welcher Anteil direkt an Straßentransportunternehmen fließen wird und welche Voraussetzungen Antragsteller erfüllen müssen. Fest steht jedoch: Kleine Transportunternehmen gehören ausdrücklich zu den vorgesehenen Empfängern.

ETS2 dürfte Kraftstoff im Straßenverkehr verteuern

Das Förderpaket steht in engem Zusammenhang mit den Vorbereitungen auf ETS2, das neue Emissionshandelssystem der Europäischen Union für den Straßenverkehr und den Gebäudesektor. Der Kraftstoffsektor soll ab dem 1. Januar 2028 in das System einbezogen werden. Dadurch dürften sich die Kosten für CO2-Emissionen stärker in den Preisen der im Straßenverkehr eingesetzten Kraftstoffe niederschlagen.

Der Sozialklimafonds soll Mitgliedstaaten dabei helfen, Haushalte und Kleinstunternehmen zu entlasten, die besonders stark von steigenden Energie- und Transportkosten betroffen sind.

Griechenland unterstützt deshalb schon vor dem Start von ETS2 die Modernisierung von Fahrzeugflotten, anstatt abzuwarten, bis die zusätzlichen Kosten wirksam werden.

4.400 neue öffentliche Ladepunkte

Zum Förderumfang für den Verkehrsbereich gehört außerdem der Ausbau der Ladeinfrastruktur.

Griechenland will 135 Millionen Euro für 4.400 öffentliche Ladepunkte für Elektrofahrzeuge bereitstellen. Die Ladepunkte sollen vor allem in Regionen entstehen, in denen private Betreiber bislang kein ausreichendes Netz aufgebaut haben.

Ein emissionsfreies Fahrzeug allein reicht jedoch nicht aus, wenn ein Unternehmen keine geeignete Ladeinfrastruktur vorfindet. Griechenland verbindet deshalb die finanzielle Unterstützung für Betriebe mit dem Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur.

Weitere EU-Staaten warten auf die Genehmigung ihrer Pläne

Griechenlands Programm ist derzeit das größte unter den bereits genehmigten Sozialklimaplänen. Die Kommission hat auch die Vorhaben von Schweden, Litauen, Lettland und Malta gebilligt. Mehrere weitere Länder warten noch auf eine Entscheidung. Geprüft werden derzeit die Vorschläge aus Kroatien, Slowenien, Italien, Luxemburg und den Niederlanden. Die meisten übrigen Mitgliedstaaten haben bereits Entwürfe für ihre Pläne eingereicht.

Noch ist offen, wie vergleichbare Fördermodelle in anderen Ländern ausgestaltet sein werden und wie umfassend sie den Transportsektor einbeziehen. Der griechische Plan deutet jedoch darauf hin, dass Kleinstunternehmen im Straßengüterverkehr zu den Empfängern von Hilfen zur Vorbereitung auf ETS2 gehören könnten.

Unterstützung vor dem Start von ETS2

Neben dem Volumen ist auch die Ausrichtung des griechischen Programms relevant. ETS2 dürfte den Kostendruck im Straßengüterverkehr durch höhere Kraftstoffpreise verstärken. Gleichzeitig können die Mitgliedstaaten EU-Mittel nutzen, um den Austausch von Fahrzeugen und den Ausbau der Infrastruktur zu finanzieren, bevor die neuen Belastungen greifen.

In Griechenland soll dieser Wandel auch die kleinsten Transportunternehmen erreichen, die die Erneuerung ihrer Flotten meist weniger leicht aus eigenen Mitteln finanzieren können. Wann die Gelder verteilt werden und welche konkreten Teilnahmebedingungen gelten, steht noch nicht fest. Das Beispiel zeigt jedoch, dass die Vorbereitung auf ETS2 zunehmend in konkrete Investitionsprogramme umgesetzt werden kann.

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