Das Wichtigste in Kürze
- Von Freitag, 22.00 Uhr, bis Montag, 5.00 Uhr, ist der Elbtunnel gesperrt – inklusive der A7 zwischen Hamburg-Stellingen und Hamburg-Heimfeld.
- Im selben Zeitraum wird auch die Köhlbrandbrücke vollständig geschlossen, eine zentrale Verbindung zum und vom Hamburger Hafen.
- Der Verkehr wird auf Umleitungen gelenkt – unter anderem über die Norderelbbrücke, wo es regelmäßig zu Rückstaus kommt.
- Es ist bereits die vierte Wochenend-Vollsperrung auf diesem A7-Abschnitt 2026. Fünf weitere Komplettsperrungen sind für dieses Jahr angekündigt.
Der gleichzeitige Ausfall von Elbtunnel und Köhlbrandbrücke dürfte die Verkehrslage rund um einen der wichtigsten Logistikstandorte Europas deutlich verschärfen. Ein großer Teil des umgeleiteten Verkehrs wird voraussichtlich über die Norderelbbrücke geführt – ein Abschnitt, der bereits im Regelbetrieb stark ausgelastet ist.
Elbtunnel: A7 am Wochenende komplett gesperrt
Nach Angaben der Autobahn GmbH Nord wird die A7 zwischen Hamburg-Stellingen und Hamburg-Heimfeld von Freitag, 22.00 Uhr, bis Montag, 5.00 Uhr, vollständig gesperrt.
In diesem Zeitraum werden technische Anlagen des Elbtunnels an eine neue Leitzentrale angebunden. Zudem laufen Arbeiten am Lärmschutztunnel Altona sowie Maßnahmen im Zuge des Ausbaus der A7 südlich der Elbquerung weiter.
Für diesen Abschnitt ist es 2026 bereits die vierte Vollsperrung an einem Wochenende. Der Betreiber hat für später im Jahr fünf weitere Komplettsperrungen angekündigt; die nächsten beiden sind für September geplant.
Köhlbrandbrücke: Sperrung verschärft die Lage am Hafen
Die A7-Sperrung ist jedoch nur ein Teil der Einschränkungen: Am gleichen Wochenende wird auch die Köhlbrandbrücke vollständig gesperrt – eine zentrale Verbindung für Verkehre zum Hamburger Hafen und zurück.
Seit Mitte Mai war die Brücke wiederholt nur eingeschränkt nutzbar oder zeitweise auf einen Fahrstreifen reduziert, teils mit wechselnder Verkehrsführung. Ab Sonntagabend sollen wieder zwei Fahrstreifen je Richtung zur Verfügung stehen. Zuvor beginnt allerdings bereits am Freitag um 21.00 Uhr die nächste Vollsperrung.
Die Hamburg Port Authority (HPA) erklärt, dass frühere Arbeiten an der Fahrbahndecke wetterbedingt unterbrochen werden mussten, weil die eingesetzten Materialien bestimmte Temperatur- und Feuchtigkeitswerte erfordern. Für dieses Wochenende sind turnusmäßige Wartungs- und Reparaturarbeiten vorgesehen. Zusätzlich wurden zwei weitere Wochenend-Sperrungen angekündigt – im September und im Oktober 2026.
Umleitungen über die Norderelbe – am Sonntag zusätzlich Sperrungen in der Stadt
Der Fernverkehr wird von der A7 über die A1, A21 und die B205 umgeleitet (in umgekehrter Reihenfolge für Fahrten Richtung Hannover). Die Route führt über die Norderelbbrücke; Staus über mehrere Kilometer sind dort regelmäßig zu beobachten.
Die Norderelbbrücke ist in einem schlechten Zustand und soll – wie auch die Süderelbbrücke – durch einen Neubau ersetzt werden. Die aktuellen Einschränkungen dienen dem Schutz der bestehenden Bauwerke und betreffen insbesondere den Schwerverkehr.
Für den lokalen Verkehr und Pkw bleiben die Neuen Elbbrücken eine Ausweichmöglichkeit. Zusätzlich müssen Verkehrsteilnehmer am Sonntag innerhalb Hamburgs mit weiteren Behinderungen rechnen: Wegen des Women’s Run sperrt die Polizei zahlreiche Straßen in der Innenstadt sowie im Bereich der östlichen Außenalster.
A7-Projekte rund um Hamburg: Ausbau läuft weiter
Die Einschränkungen sind Teil eines größeren Modernisierungsprogramms im Raum Hamburg. Die A7 zwischen Heimfeld und Stellingen wird auf acht Fahrstreifen erweitert. In Altona entsteht zudem ein mehr als zwei Kilometer langer Lärmschutztunnel, dessen Fertigstellung bis Ende 2029 vorgesehen ist. Der Ausbau der A7 südlich des Elbtunnels soll im Herbst 2026 abgeschlossen werden.
Für Transportunternehmen mit Verkehren zum Hamburger Hafen ist daher mit deutlich längeren Fahrzeiten zu rechnen – und auf den Ausweichrouten, insbesondere im Bereich der Norderelbbrücke, auch mit erheblichen Staus.









