Trotz Corona konnte Hegelmann ein zweistelliges Umsatzwachstum in 2020 verzeichnen. Das Unternehmen sieht sich als Spotmarkt-Champion, setzt sich auch für dieses Jahr ambitionierte Ziele und will seine Flotte um 1000 LKW erweitern.

Die Hegelmann Gruppe ist weiter auf Wachstumskurs. Trotz der Corona-Krise hat das Unternehmen seinen Umsatz im Jahr 2020 um zwölf Prozent auf rund 700 Millionen Euro gesteigert. Zurückzuführen ist das auf den anhaltenden hohen Bedarf am Markt, aufgrund dessen Hegelmann sogar Sonderfahrten anbietet.

Aktuell sind wir der Spotmarkt-Champion, sagt Siegfried Hegelmann, Geschäftsführer der Hegelmann Gruppe.

Das Transportunternehmen will deshalb kräftig in den Fuhrpark  investieren und seine Flotte in diesem Jahr um 1.000 LKW erweitern. Damit reagiert der Logistiker zugleich auf die hohe Nachfrage auf dem Spotmarkt für Komplettladungsverkehre (FTL). Bei der Anschaffung handelt es sich zu etwa gleichen Teilen um Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen. Die erste Tranche von 550 LKW der Marke Daimler ist bereits bestellt. Aktuell sind für Hegelmann 4.000 Fahrzeuge im Einsatz.

Aufgrund der starken Zersplitterung ist das Potenzial auf dem FTL-Markt in Europa nahezu grenzenlos. Wir wollen in diesem Bereich weiterhin signifikant wachsen. Unser Anspruch ist es, im FTL-Markt Kosten- und Preisführer zu sein. Das gelingt nur über eine ständige Effizienzverbesserung. Dreh- und Angelpunkt sind hierfür unter anderem Skaleneffekte durch die Fuhrparkgröße, so Hegelmann.

Zahl der Fahrzeuge in Deutschland im Einsatz soll verzehnfacht werden

Da viele andere Speditionen England-Verkehre vorübergehend oder dauerhaft eingestellt haben, hat sich Hegelmann dazu entschieden Großbritannien-Verkehre gezielt anzubieten. Nach Angaben des Unternehmens sollen allein 250 LKW in der Spitze nach Großbritannien unterwegs sein. Aber auch Binnentransporte will der Unternehmer weiter stärken und innerhalb von zwei Jahren die Zahl der Fahrzeuge in Deutschland im Einsatz von 50 auf 500 erweitern.  Außerdem plant Hegelmann in Frankreich und Italien zu expandieren und will dort die Tätigkeit als national ansässiges Unternehmen beginnen. 1000 seiner LKW werden perspektivisch in diesen drei Ländern angesiedelt sein. Momentan ist mit zurzeit 2.000 LKW der größte Flottenanteil in Polen aktiv. In Litauen fahren 700 LKW.

Foto: Wikimedia

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