Das Coronavirus macht der deutschen Unternehmen weiterhin zu schaffen. Die Pandemie ist für 14 Prozent der Speditionen existenzbedrohend. Dies ergibt sich aus der letzten Konjunkturumfrage des ifo Instituts.

Laut der Umfrage, die im November durchgeführt wurde, bedroht die Coronakrise insgesamt 15 Prozent der deutschen Unternehmen.

Gegen den Juni ist das eine Verbesserung, denn da waren es 21 Prozent“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo-Umfragen. Gleichwohl fühlen sich derzeit 86 Prozent der Reisebüros und-veranstalter bedroht, 76 Prozent der Hotels und 62 Prozent der Gaststätten.

Nicht nur zahlreiche Speditionen fühlen sich bedroht. Auch im Handel sind es 14 Prozent (Juni: 18 Prozent), dabei derzeit im Einzelhandel 18 und im Großhandel 10 Prozent. Die Industrie verzeichnet wiederum einen Wert von 11 Prozent, im Juni waren es noch 17 Prozent. Nach Angaben des Ifo-Instituts sind derzeit die Metallerzeuger und –verarbeiter mit 34 Prozent besonders betroffen.

Am besten geht es der Chemie mit 1 Prozent und der Pharmabranche mit 0 Prozent.

Corona ist aber nicht das einzige Problem der Speditionen

Wer die Lage des europäischen Transportmarkts aufmerskam beobchtet, der kann ohne Zweifel feststellen, dass nicht nur die Coronakrise immer mehr Druck traditionellen Speditionen macht. Trotz der Pandemie wachsen doch digitale Konkurrenten wie z. B. sennder, ein Start-up, das Mitte September das europäische Frachtgeschäft von Uber Freight im Rahmen einer Aktientransaktion übernahm. Solche Transaktionen mischen den Transportmarkt gründlich auf.

Ohne Prozesse zu digitalisieren und digitale Marktplätze zu nutzen, kann es demnach für Spediteure und Frachtführer sehr schwer sein, wettbewerbsfähig zu bleiben und sich von der aktuellen Krise zu erholen. Die heutigen Lieferketten sind doch offene Netzwerke, in denen Daten in alle Richtungen hin und her fließen. Das Experimentieren und die Zusammenarbeit mit digitalen Plattformen scheint eine Voraussetzung dafür zu sein, um im voll entwickelten digitalen Zeitalter erfolgreich handeln zu können.

Foto: Daimler

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