Dem Bericht des Statistischen Bundesamt zufolge stiegen deutsche Industrieaufträge im Juni deutlich über die Erwartungen. Der Auftragseingang im Juni erhöhte sich um 30 Prozent im Vergleich zum Mai 2020.

Das Statistische Bundesamt teilte am Donnerstag mit, dass der reale Auftragseingang im verarbeitenden Gewerbe im Juni 2020 saison- und kalenderbereinigt 27,9 Prozent höher als im Mai 2020 war. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juni 2019 gab es einen kalenderbereinigten Rückgang um 11,3 Prozent.

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Die Statistiker betonen aber, dass die Corona-Krise für die deutsche Industrie immer noch spürbar ist. Im Vergleich zu Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Pandemie in Deutschland, war der Auftragseingang im Juni 2020 saison- und kalenderbereinigt um 11,3 Prozent niedriger.

Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Aufträge aus dem Inland im Juni 2020 um 35,3 Prozent, die Auslandsaufträge erhöhten sich um 22,0 Prozent. Dabei zogen die Auftragseingänge aus der Eurozone um 22,3 Prozent an. Die Auftragseingänge aus weiteren Staaten stiegen um 21,7 Prozent gegenüber Mai 2020.

In der Automobilindustrie ist der Auftragseingang im Juni 2020 wieder deutlich angestiegen (+66,5 Prozent zum Vormonat). Er liegt aber noch um 12,2 Prozent niedriger als im Februar 2020.

Foto: Das Statistische Bundesamt

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