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Lkw-Parkplatzdienst SID wird erweitert: Jetzt kommen private Autohöfe hinzu

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Der digitale Stellplatzinformationsdienst des Bundes geht in die zweite Ausbauphase. Nach dem Start mit rund 1.850 Autobahnrastanlagen können nun auch private Autohöfe ihre Stellplatzdaten bereitstellen. Damit wächst das bislang vor allem auf öffentliche Rastanlagen beschränkte Netz um eine für den Fernverkehr wichtige Parkplatzkategorie.

Dieser Text wurde vollständig von einem Redakteur verfasst – basierend auf fachlichem Wissen, journalistischer Erfahrung und sorgfältiger Recherche. Künstliche Intelligenz kam dabei nicht zum Einsatz.

Gut zwei Monate nach dem bundesweiten Start des Stellplatzinformationsdienstes (SID) erweitert der Bund das System um private Anbieter. Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums können sich Autohöfe ab sofort registrieren und ihre Stellplatzinformationen für den SID bereitstellen.

Die Daten werden über die Mobilithek des Bundes zur Verfügung gestellt und können von Navigations-, Routing- und Telematikanbietern in bestehende Anwendungen integriert werden.

Öffentliche Rastanlagen bilden bislang die Basis

Seit Juni umfasst der SID rund 1.850 öffentliche Autobahnrastanlagen. Grundlage sind dort unter anderem Positionsdaten aus dem Lkw-Mautsystem. Toll Collect berechnet daraus die aktuelle Auslastung; die dynamischen Daten werden bei Änderungen aktualisiert, maximal einmal pro Minute.

Mit den privaten Autohöfen kommt nun eine zweite wichtige Stellplatzkategorie hinzu. Gerade entlang stark frequentierter Fernverkehrsachsen stellen sie einen erheblichen Teil der tatsächlich verfügbaren Lkw-Parkkapazität, waren im SID bislang aber nicht systematisch erfasst.

Autohöfe müssen sich aktiv beteiligen

Anders als bei den öffentlichen Rastanlagen wächst das Netz privater Stellplätze nicht automatisch. Betreiber müssen ihre Autohöfe über das von Toll Collect bereitgestellte Portal registrieren und die entsprechenden Stellplatzdaten bereitstellen.

Wie schnell sich das Angebot erweitert, hängt deshalb davon ab, wie viele Betreiber teilnehmen und welche Daten sie einspeisen. Das BMV hat bislang keine Angaben dazu gemacht, wie viele Autohöfe bereits registriert sind.

SID liefert Daten, keine eigene App

Der SID ist keine eigenständige Anwendung für Fahrer. Er stellt statische und dynamische Stellplatzinformationen bereit, die von Drittanbietern übernommen werden können.

Bei den öffentlichen Rastanlagen können unter anderem Standort, Kapazität, aktuelle Fahrzeugzahl und Auslastungsgrad ausgegeben werden. Für die Branche wird nun entscheidend sein, ob private Autohöfe in vergleichbarer Qualität eingebunden werden und wie breit Navigations- und Telematikanbieter die erweiterten Datensätze tatsächlich nutzen.

Der Ausbau schafft keine zusätzlichen Stellplätze. Er kann aber dazu beitragen, vorhandene Kapazitäten vollständiger digital abzubilden. Wie groß der praktische Effekt der zweiten Ausbauphase wird, lässt sich deshalb erst beurteilen, wenn klar ist, wie viele Autohöfe teilnehmen und wie zuverlässig deren Daten im laufenden Betrieb verfügbar sind.

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