Aus einer Vergleichsstudie, welche die Belastung der Umwelt durch Bahn und LKW schildert und im Auftrag des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) durchgeführt wurde, ergibt sich, dass die Bahn nicht unbedingt umweltfreundlicher als LKW sei. Dieses Ergebnis stößt auf scharfe Kritik der Internationalen Vereinigung der Gesellschaften für den Kombinierten Verkehr Schiene-Straße (UIRR).

Die VerkehrsRundschau führt einige Bespiele aus der Studie an: Der LKW sei das bessere Transportmittel, wenn bei schweren Gütern kurze Züge mit weniger als zehn Wagons oder bis zu 15 Wagons im kombinierten Verkehr benötigt würden. Erst ab Schwertransporten mit mehr als 20/25 Wagen sei die Bahn eindeutig besser, in dem Zwischenbereich seien LKW und Bahn vergleichbar. Laut der UIRR sei diese Studie nicht repräsentativ und realitätsfern. "Die durchschnittlichen Zugkapazitäten und Auslastungen liegen bei weitem über der besten in der Studie erwähnten Fallkategorie", so steht es in der Mitteilung, die die UIRR Mitte der Woche veröffentlicht hat.

Der Verband simmt auch der Annahme nicht zu, dass ein Durchschnittszug Kombiverkehr  aus 16 Wagons bestehe, weil die kürzesten Züge 20 Wagonstellplätze beinhalten, durchschnittlich erreichen sie bis 28 – 30. Gleichzeit will der Verband den bereichtigten Platz des LKW im Nahverkehr auf mittleren Entfernungen sowie bei allen Verkehren in der Fläche, ,die sich nicht ohne Weiteres zu ganzzugfähigen Mengen bündeln lassen, nicht bestreiten. Dabei scheint aber Folgendes klar zu sein:  "Verkehrsverlagerungen von der Straße auf den Kombinierten Verkehr gehören zu den effektivsten Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen im Güterfernverkehr.", zitiert die VerkehrsRundschau weiter.

Die endgültige Entscheidung für eine Beförderungsart gehöre sowie dem Wettbewerb. Dafür bräuchte man jedoch faire Rahmenbedingungen zwischen den unterschiedlichen Verkehrsträgern. Daher fordert die UIRR deshalb "die Internalisierung externer Kosten (vor allem für Treibhaus- und giftige Abgase, Lärm und Unfälle) nach dem "der Verursacher bezahlt"-Prinzip ebenso wie einen interoperablen und freien europäischen Schienenmarkt.

 

Autor: Agnieszka Sterniak

Ursprung: http://www.verkehrsrundschau.de/lkw-umweltfreundlicher-als-bahn-kritik-an-studie-968177.html

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