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Schiene statt Stau: SBB Cargo startet „CombiLink“ zwischen Dietikon und Stabio

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Seit Januar 2026 verkehrt der neue KV-Shuttle „CombiLink“ im Schweizer Binnenverkehr, zwischen Dietikon im Kanton Zürich (ZH) im Norden und Stabio im Kanton Tessin (TI) nahe der italienischen Grenze. Vier tägliche Verbindungen stärken die Nord-Süd-Achse – ein Testbetrieb mit Signalwirkung für den alpenquerenden Güterverkehr.

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Zum 1. Januar 2026 hat die Schweizer Güterbahn SBB Cargo den neuen Shuttle „CombiLink“ zwischen Dietikon (ZH) und Stabio (TI) in Betrieb genommen. Dietikon liegt im Großraum Zürich nahe der deutschen Grenze, Stabio im Kanton Tessin, direkt an der Grenze zu Italien. Die neue Verbindung stärkt somit gezielt die transalpine Nord-Süd-Achse, die im europäischen Güterverkehr eine Schlüsselrolle spielt.

Der Shuttle fährt viermal täglich, darunter zwei Tagesverbindungen, und verdoppelt das bestehende Angebot auf der Strecke. Pro Jahr sollen dadurch zusätzlich 15.000 Ladeeinheiten transportiert werden.

Testbetrieb mit strategischer Ausrichtung

„Der Shuttle ist ein Testbetrieb und ein bedeutsamer Schritt“, erklärte Alexander Muhm, Leiter Güterverkehr und Mitglied der Konzernleitung bei SBB.

Sollte sich das Angebot bewähren, plant die Bahn einen Ausbau auf die Ost-West-Achse.

Die Verbindung ist Teil des 2022 vorgestellten Konzepts „Suisse Cargo Logistics“, mit dem die SBB gezielt die Verlagerung von Güterverkehr auf die Schiene vorantreibt, eine Reaktion auf zunehmende Staustunden und steigende Transportmengen auf der Straße.

95 Prozent Pünktlichkeit – mit Garantie

CombiLink wird im unbegleiteten Kombinierten Verkehr (KV) betrieben: Container und Ladeeinheiten fahren auf der Langstrecke per Bahn, im Vor- und Nachlauf per Lkw. Verladungen sind bis 22:30 Uhr möglich. Die SBB garantiert 95 Prozent Pünktlichkeit, mit finanzieller Entschädigung bei Abweichung.

Perspektive: mehr Terminals, mehr Schiene

Der Shuttle ist das erste realisierte Projekt der neuen KV-Strategie. Weitere sollen folgen: Bis 2050 will die Bahn 60 Prozent mehr Güter transportieren können. Dazu plant die SBB unter anderem fünf neue KV-Terminals zwischen Genf und St. Gallen sowie City-Hubs in urbanen Regionen für die Bau- und Entsorgungslogistik.

Fazit: Modell für den alpenquerenden Verkehr

Mit „CombiLink“ startet SBB Cargo ein zukunftsweisendes Projekt. Die Verbindung liegt vollständig innerhalb der Schweiz, wirkt aber weit über die Landesgrenzen hinaus: Sie entlastet Transitachsen, stärkt klimafreundliche Alternativen zur Straße und könnte zum Modell für weitere europäische Schienenverbindungen werden.

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