Am 15. Juni 2020 nach rund 24 Monaten Bauzeit ist die moderne Schnellumschlaganlage für den Kombinierten Verkehr im MegaHub Lehrte an den Start gegangen. Dank Hochleistungsportalkranen und einer innovativen Sortieranlage werden Güter effizienter umgeschlagen. Künftig können auch mehr Kunden für den umweltfreundlichen Schienentransport gewonnen werden.

Es ist soweit. Am 15. Juni nach rund zwei Jahren startete der innovative Güterumschlag zwischen Lastwagen und Zügen. Auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs Lehrte wurden bereits seit dem ersten Tag zahlreiche Container und Sattelauflieger angeliefert und von den drei modernen Portalkranen auf die Waggons umgeschlagen. Auch der erste voll beladene Güterzug verließ in der Nacht den MegaHub.

Eine der wichtigsten Komponenten des MegaHubs ist die vollautomatische Sortieranlage  mit voraussichtlich zwölf selbstfahrenden batteriebetriebenen Transportfahrzeugen. Nachdem eine Ladung vom Portalkran abgeladen wurde, wird die Beförderung des Längstransports von einem Transportfahrzug übernommen. Dadurch wird der Kranbetrieb entlastet. Überdies erfolgt der ganze Be- und Entladeprozess effizienter. Im MegaHub Lehrte befinden sich auch sechs jeweils rund 720 Meter lange Umschlaggleise.

Überdies wurde auch eine Kranbahn mit bis zu sechs Hochleistungsportalkranen gebaut. Das Verladen einzelner Ladeeeinheiten wird von den Kranen übernommen und erfolgt nicht nur zwischen Schiene und Straße sondern auch zwischen Schiene und Schiene. Alle vorhandenen Bestandteile der modernen Anlage werden durch ein Betriebsleitsystem koordiniert und optimiert.

Die jährliche Umschlagkapazität beträgt ca. 269.000 Ladeeinheiten. Die Baukosten der gesamten Investition beliefen sich auf rund 170 Millionen Euro, wovon ein Großteil von dem Bund übernommen wurde.

Foto:DB Netz AG/Tobias Fritsch

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