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Warum 60 Prozent der Schiffe den Suezkanal weiterhin meiden

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Seit 100 Tagen keine Angriffe und trotzdem kehren die Schiffe nicht zurück. Der Verkehr durch den Suezkanal liegt laut BIMCO-Daten weiterhin rund 60 Prozent unter dem Niveau vor der Krise, da Reedereien das Rote Meer trotz der Pause der Kampfhandlungen weiterhin meiden.

Dieser Text wurde mit Unterstützung eines automatischen Übersetzungstools erstellt. Es kann daher zu inhaltlichen und sprachlichen Ungenauigkeiten kommen. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Die Bewertung von BIMCO deutet darauf hin, dass der anhaltende Rückgang des Suez-Verkehrs nicht mit dem operativen Status des Kanals zusammenhängt, sondern vielmehr mit anhaltenden Sicherheitsbedenken in der Region des Roten Meeres. Obwohl die Angriffe der Huthi-Bewegung auf die Handelsschifffahrt ausgesetzt wurden, hat die Gruppe ihre Drohungen nicht formell zurückgezogen.

Aus Sicht von Schiffseignern und Versicherern bedeutet das: Das Risiko ist nicht verschwunden. Infolgedessen bleiben die Kriegsrisikoprämien für Transite durch das Rote Meer erhöht, und einige Versicherungspolicen enthalten weiterhin Ausschlüsse oder zusätzliche Bedingungen für das Gebiet. Laut BIMCO reicht eine vorübergehende Beruhigung der Lage nicht aus, um eine großflächige Rückkehr des Verkehrs auszulösen.

Umleitung über das Kap ist zur neuen Normalität geworden

Branchenquellen berichten, dass viele Containerlinien, Tankerbetreiber und Massengutfrachter ihre Netzwerke inzwischen vollständig angepasst haben, an Routen rund um das Kap der Guten Hoffnung. Zwar erhöht diese Option die Seestrecken und den Treibstoffverbrauch, sie bietet jedoch besser planbare Betriebsbedingungen.

BIMCO weist darauf hin, dass Betreiber, sobald globale Schifffahrtsnetzwerke umstrukturiert wurden, nur ungern erneut Änderungen vornehmen, es sei denn, es gibt eine klare und nachhaltige Verbesserung der Sicherheitslage. Praktisch bedeutet das: Selbst wenn einzelne Schiffe die Suez-Route testen, ist eine vollständige Rückkehr regelmäßiger Dienste kurzfristig unwahrscheinlich.

Auswirkungen auf Ägypten und den Kanalbetreiber

Die Suezkanalbehörde hat zuvor einen starken Rückgang der täglichen Transite und der Kanaleinnahmen im Vergleich zu 2022 und Anfang 2023 bestätigt. Als Reaktion darauf hat sie vorübergehende Anreizprogramme eingeführt, darunter Rabatte auf Transitgebühren, um Schiffe wieder anzuziehen.

Branchenanalysten, die von gCaptain und Riviera Maritime zitiert werden, weisen jedoch darauf hin, dass allein Preisnachlässe sicherheitsbedingte Kosten wie Versicherungsprämien und Überlegungen zum Crew-Risiko nicht ausgleichen können. Diese Faktoren liegen weitgehend außerhalb der Kontrolle der Kanalbehörde.

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