Die Geldstrafen für Manipulationen  werden in den Niederlanden mehr als doppelt so hoch sein. Auf diese Weise will die Regierung gegen Betrugsmaschen in der Transportbranche ankämpfen.

In den Niederlanden gilt eine Maximalstrafe für Manipulationen am Tacho. Selbst wenn der Fahrer während des gesamten Kontrollzeitraums täglich betrügen würde,darf er trotzdem nur mit einer Maximalstrafe in Höhe von 4, 4 Tausend Euro bestraft werden.

Die Erhöhung der Maximalstrafe auf über 10 Tausend Euro hat das niederländisch Infrastrukturministerium noch für dieses Jahr eingeplant. Die Entscheidung der Regierung wird von der Transportorganisation Transport en Logistiek Nederland (TLN) befürwortet.

TLN zeigt sich erfreut darüber, dass das Ministerium zusätzliche Maßnahmen zur Bekämpfung von Manipulationen am Tacho ergreift, da diese die Verkehrssicherheit beeinträchtigen und den fairen Wettbewerb verzerren. Eine Verschärfung der Strafen  ist eine gute Idee, aber nur eines der Elemente, die erforderlich sind, um Manipulationen zu verhindern, heißt es seitens der Organisation.

Denn TLN ist auch der Ansicht, dass die Kontrollen effektiver sein sollten.

Infrastrukturministerin Cora van Nieuwenhuizen kündigte deshalb bessere Schulungen der Kontrolleure zur Aufdeckung von solchen Betrugsmaschen an. Unter den Vorschlägen befinden so zum Beispiel eine schwarze Liste von Transportunternehmen oder eine zeitbegrenzte Sicherstellung des LKW und der Fracht. Das Ministerium prüft derzeit, ob solche Maßnahmen rechtmäßig sind.

Foto:Wikimedia/Huhu Uet CC BY-SA 3.0

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