Erstmals seit Februar verzeichnete die Eurozone im Juli wieder Wachstum, das so stark ausfiel wie zuletzt vor über zwei Jahren. Auch in Deutschland legte die Wirtschaftsleistung kräftig zu.

Die Lockerungen der Corona-Restriktionen zeigen ihre Wirkungen: Im Juli verzeichnete die Eurozone  erstmals seit Februar wieder Wachstum, das so stark ausfiel wie zuletzt vor über zwei Jahren. Der Auftragseingang wies wieder Zuwächse aus, der Stellenabbau verlangsamte sich und die Zukunftsaussichten waren wieder optimistischer.  Der IHS Markit Flash Eurozone Composite Index Produktion stieg gegenüber Juni um 6,3 Punkte auf 54,8 und liegt damit wieder über der neutralen Marke von 50 Punkten – ab der Wachstum angezeigt wird.

Auf Länderebene hebte sich besonders Frankreich ab, aber auch in Deutschland legte die Wirtschaftsleistung kräftig zu. Der IHS Markit Flash Deutschland Composite Index Produktion erholte sich von seinem historischen Tief im April weiter und legte gegenüber Juni um 8,5 Punkte auf 55,5 zu, was der höchste Wert seit knapp zwei Jahren ist.

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Quelle: IHS Markit

Der Auftragseingang wies erstmals seit September 2018 wieder ein Plus aus,zugelegt haben auch die Exportneuaufträge. Hersteller berichteten, dass vor allem die Nachfrage aus China gestiegen ist. Ebenfalls der Flash PMI für die Industrie legte dynamisch zu – um 4,8 Punkte. Damit liegt er bei 50 Punkten, was der höchste Wert seit Dezember 2018 ist.

ifo Geschäftsklimaindex steigt drittes Mal in Folge

Ebenfalls der ifo Geschäftsklimaindex ist im Juli gestiegen – auf 90,5 Punkte von 86,3 Punkten im Juni. Die Lage hat sich in allen Bereichen verbessert.

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Quelle: ifo

Im Verarbeitenden Gewerbe hat sich das Geschäftsklima im Vergleich zu den Vormonaten signifikant verbessert.  Auch die Zukunftsaussichten waren merklich optimistischer. Die Kapazitätsauslastung konnte von 70,4 auf 74,9 Prozent gesteigert werden.

Ebenfalls die Dienstleister beurteilen ihre Lage deutlich positiver. Nach einem starken Anstieg ist der Geschäftsklimaindex wieder im positiven Bereich.Nicht anders ist es auch im Bauhauptgewerbe und im Handel, wo die Erwartungen optimistischer ausfallen und sich Aufwärtsbewegung fortsetzt.  Vor allem im Einzelhandel hat sich die Lage verbessert.

Exportgeschäft in der Autobranche läuft wieder an

Deutsche Exporteure schauen wieder zuversichtlicher in die Zukunft.Die Erholung der Wirtschaft in vielen Ländern kommt der deutschen Exportwirtschaft zugute. Die ifo Exporterwartungen der Industrie sind im Juli von minus 2,2 auf plus 6,9 Punkte gestiegen. Schwung hat besonders das Exportgeschäft in der Autobranche bekommen, aber auch  in der Elektroindustrie,der chemischen Industrie und im Maschinenbau geht es langsam wieder vorwärts. Weiterhin schwierig ist  die Lage lediglich für die Bekleidungs- und Lederwarenindustrie.

Foto:IHS Markit

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