Viele Fernfahrer schalten die elektronischen Notbremssysteme aus. Diese sind seit 2015 bei neu zugelassenen Lkw Pflicht, die Abschaltung wird aber nicht geahndet, berichtet die Polizei.

Am Montag startete die Polizei im Rheinland eine Aktionswoche gegen Lkw-Unfälle. Die Kontrollen laufen bis Freitag.

Speziell die Häufung schwerer Lkw-Unfälle mit teils tödlichem Ausgang zum Ende des vergangenen Jahres hat die Düsseldorfer Polizei dazu bewogen, sich in 2018 noch intensiver mit den Gefahren des Schwerlastverkehrs auseinander zu setzen. Bei keinem der tödlichen Unfälle sei ein Notbremssystem vorhanden oder eingeschaltet gewesen, hieß es.

Elektronische Helfer werden ausgeschaltet

Manche Fernfahrer fahren dicht auf, um im Windschatten Sprit zu sparen, und schalten das lebensrettende System deswegen ab. Andere wollen verhindern, dass die elektronischen Helfer ihren Truck automatisch abbremsen, wenn vor ihnen ein Auto einschert. PKW-Fahrer könnten ihren Teil dazu beitragen und auf derartige Manöver verzichten, berichtet das Online-Portal dvz.de.

Bereits am ersten Tag der Lkw-Kontrolle seien mehr als 220 Abstandsverstöße und 18 Mal die verbotene Nutzung elektronischer Geräte am Steuer registriert worden. „Was früher der CB-Funk war, sind heute die sozialen Netzwerke“, habe ein Fernfahrer den Beamten verraten.

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