Mit einer Blockadeaktion in Calais fordern Gewerbetreibende und Bauerneinen baldigen Abbruch des Migrantenlagers und verstärkte Sicherheitsmassnahmen. 


Obwohl Frankreichs Innenminister die allmähliche Auflösung des illegalen Flüchtlingscamps ankündigte, sind die Anwohnern von Calais zum Protest gleichermaßen gegen Migranten und Regierung gegangen.

Transporteure mit ihren Lastwagen und Bauern mit ihren Traktoren haben gestern Montagvormittag den Verkehr auf den wichtigen Zufahrtsstraßen zum Ärmelkanal behindert. Sie fordern den schleunigsten Abbruch des sogenannten Dschungels von Calais, des überfüllten Migrantenlager. Nach offiziellen Angaben im Dschungel wohnen 6900 Migranten, Hilfsorganisationen sprechen jedoch von mehr als 9000 Menschen.

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Berichte über Angriffe

Die Fahrer berichten immer häufiger von Migranten, die ihre Fahrzeuge mit Metallstangen attackierten, von beschädigter Ware und einer überforderten Polizei, die nicht in der Lage sei, sie zu beschützen.

Doch die Transporteure sind nicht die einzigen Leidtragen der Situation. Auch viele Einwohner von Calais leiden unter Gewalt vonseiten Migranten.  „Wir haben keine Antworten bekommen, also blockierenwir jetzt die Straßen”, erklärte Frederic Van Gansbeke, der die Einzelhändler von Calais vertritt. Unterstützung bekommt er bei seinem Protest nicht nur von hunderten Mitstreitern, sondern auch von Bürgermeisterin Natacha Bouchard, die ebenfalls an der Demonstration teilnahm. Auch sie fühlt sich von der Regierung in Paris im Stich gelassen.

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