Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) hat im Geschäftsjahr 2025 nach vorläufigen, noch nicht testierten Zahlen ihren Konzernumsatz um 9,9 Prozent auf 1.756 Mio. Euro gesteigert (Vorjahr: 1.598 Mio. Euro). Das Konzern-EBIT erhöhte sich um 19,5 Prozent auf 161 Mio. Euro (Vorjahr: 134 Mio. Euro).
Für die Transport- und Logistikbranche besonders relevant: Der Containerumschlag stieg konzernweit um 5,4 Prozent auf 6,295 Mio. TEU (Vorjahr: 5,970 Mio. TEU). Noch dynamischer entwickelte sich das Segment Intermodal. Das Transportvolumen auf Schiene und Straße legte um 10,9 Prozent auf 1,982 Mio. TEU zu (Vorjahr: 1,787 Mio. TEU).
HHLA-Vorstandsvorsitzender Jeroen Eijsink erklärte:
„Im Geschäftsjahr 2025 konnte die HHLA sowohl im Umschlag an den Containerterminals als auch im Containertransport auf Schiene und Straße ein solides Wachstum erzielen – und das in einem äußerst herausfordernden Marktumfeld.“
Zweites Halbjahr schwächer
Laut HHLA war die operative Entwicklung 2025 insgesamt von einer positiven Mengenentwicklung im Umschlag und Transport geprägt. Allerdings habe sich das Wachstum im zweiten Halbjahr abgeschwächt – bedingt durch zunehmende weltwirtschaftliche Unsicherheiten, anhaltende Lieferkettenstörungen sowie umfangreiche Automatisierungsmaßnahmen an den Hamburger Anlagen im laufenden Betrieb.
Bereits im Herbst hatte das Unternehmen seine Gewinnprognose gesenkt. Hintergrund waren unter anderem internationale Handelskonflikte und protektionistische Tendenzen, die laut dpa das Geschäft belasteten.
Hafenlogistik trägt Ergebnis – Steuereffekt drückt Gewinn
Im börsennotierten Teilkonzern Hafenlogistik stiegen die Umsatzerlöse um 10,1 Prozent auf 1.719 Mio. Euro. Das EBIT verbesserte sich um 22,8 Prozent auf 145 Mio. Euro.
Der Jahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter fiel jedoch deutlich geringer aus: Er belief sich auf lediglich 1 Mio. Euro (Vorjahr: 23 Mio. Euro). Das entspricht einem Ergebnis je A-Aktie von 0,02 Euro (Vorjahr: 0,32 Euro).
Grund dafür sind laut Unternehmen steuerliche Einmaleffekte, im Wesentlichen Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern.
Auch auf Konzernebene sank der Jahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter deutlich auf 10 Mio. Euro (Vorjahr: 33 Mio. Euro). Vor diesem Hintergrund will der Vorstand der Hauptversammlung vorschlagen, für die A-Aktie keine Dividende auszuschütten.
Immobiliengeschäft stabil
Im Teilkonzern Immobilien lagen die Umsatzerlöse mit 46 Mio. Euro auf Vorjahresniveau. Das EBIT sank um 4,4 Prozent auf 15 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss belief sich auf 9 Mio. Euro (Vorjahr: 10 Mio. Euro).
Ausblick
Mit 6,3 Mio. TEU im Umschlag und knapp 2 Mio. TEU im Intermodal-Verkehr setzt die HHLA 2025 ein positives Mengensignal, trotz weltwirtschaftlicher Unsicherheiten und gedämpfter Dynamik im zweiten Halbjahr. Die testierten Geschäftszahlen will das Unternehmen am 26. März 2026 vorlegen.
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