Foto: Lusi Lindwurm

Rotterdam baut auf der Maasvlakte fast 500 zusätzliche Lkw-Stellplätze

Lesezeit 3 Min.

Die Hafenbehörde Rotterdam hat eine Ausschreibung für ein neues, gesichertes Lkw-Parkareal auf der Maasvlakte gestartet – einer der wichtigsten Container- und Logistikdrehscheiben Europas. Geplant sind 483 zusätzliche Stellplätze für schwere Nutzfahrzeuge.

Dieser Text wurde mit Unterstützung eines automatischen Übersetzungstools erstellt. Es kann daher zu inhaltlichen und sprachlichen Ungenauigkeiten kommen. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Der Standort soll als „Truckparking Distripark Maasvlakte West“ direkt neben der bestehenden Maasvlakte Plaza entstehen. Dort stehen bereits 569 Stellplätze zur Verfügung; der Betrieb läuft rund um die Uhr. In unmittelbarer Nähe zu Containerterminals und Distributionsflächen würde damit ein zusammenhängender, gesicherter Parkplatzverbund entstehen.

Gegenstand der Ausschreibung ist nicht nur die Markierung der Stellflächen. Vorgesehen sind zudem Tief- und Elektroarbeiten, der Bau einer neuen Zufahrtsstrasse inklusive Knotenpunkt, Einzäunung und Beleuchtung, die Energieversorgung sowie weitere Anlagen und technische Installationen auf dem Gelände. Von den 483 geplanten Stellplätzen sind 10 für Kühlfahrzeuge vorgesehen. 56 Plätze sollen für längere und schwerere Fahrzeugkombinationen geeignet sein.

Die Ausschreibung wurde am 2. Juni veröffentlicht. Angebote können bis zum 6. Juli eingereicht werden.

Reaktion auf den Mangel an sicheren Lkw-Parkplätzen

Das Vorhaben fällt in eine Phase, in der sichere Lkw-Stellplätze in Europa vielerorts knapp sind. Eine im vergangenen Jahr veröffentlichte Studie der Europäischen Kommission beziffert das Defizit in der EU auf 390.057 sichere und geschützte Parkmöglichkeiten für Berufskraftfahrer. Bis 2040 könnte dieser Wert laut der Untersuchung auf 483.000 steigen.

Für Häfen und Logistikzentren wie Rotterdam geht es dabei nicht nur um bessere Bedingungen für Fahrerinnen und Fahrer. Gesicherte Parkflächen sind auch für die Ladungssicherheit, die Tourenplanung sowie die Einhaltung von Lenk- und Ruhezeiten relevant.

Die Hafenbehörde verweist darauf, dass gesicherte Truckparks das Risiko von Ladungsdiebstahl senken, die Sicherheit der Fahrer verbessern und Transportunternehmen Warteflächen ausserhalb der Spitzenzeiten bieten sollen. Zudem könnten solche Anlagen helfen, das Risiko von Bußgeldern im Zusammenhang mit Verstössen gegen Lenk- und Ruhezeitvorgaben zu reduzieren.

Hinzu kommen Vorgaben für das nächtliche Parken im Hafengebiet: Zwischen 20.00 und 06.00 Uhr dürfen schwere Nutzfahrzeuge nur auf kostenpflichtigen Lkw-Parkplätzen oder in ausgewiesenen blauen Zonen stehen. Dort ist das Parken mit Parkscheibe auf vier Stunden begrenzt. Wer ausserhalb der erlaubten Bereiche parkt, muss mit einem Bußgeld von mindestens 90 Euro rechnen; in bestimmten Fällen kann das Fahrzeug zudem blockiert oder abgeschleppt werden.

Optionen für Ladeinfrastruktur und spätere Erweiterung

In den Ausschreibungsunterlagen wird zudem auf mögliche Anpassungen im Zusammenhang mit Ladeinfrastruktur für E-Lkw verwiesen. Ausserdem ist eine Option enthalten, das Gelände später auf angrenzenden Flächen zu erweitern.

Das fügt sich in die übergeordneten Pläne des Hafens zur Elektrifizierung ein: Am Waalhaven Truck Park gibt es bereits einen Ladebereich mit acht Ladeplätzen, darunter zwei Schnelllader. Die Hafenbehörde hat zudem angekündigt, perspektivisch alle gesicherten Lkw-Parkplätze im Hafengebiet mit Ladeinfrastruktur auszustatten.

Wird Maasvlakte West wie vorgesehen realisiert, kommen in einem stark regulierten Parkraum knapp 500 zusätzliche, gesicherte Stellplätze hinzu – in einem Umfeld, in dem sich der Hafen zugleich auf die Elektrifizierung des Schwerverkehrs vorbereitet.

Auch lesen