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Parkplatzsuche frisst Zeit und Geld – bis zu 19.200 Euro pro Lkw und Jahr

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Wer in Europa mit dem Lkw unterwegs ist, kennt das Problem: Am Ende des Arbeitstags beginnt oft die Suche nach einem sicheren und legalen Stellplatz. Im Schnitt gehen dabei rund 45 Minuten pro Tag verloren. Umwege, zusätzliche Kilometer und höherer Kraftstoffverbrauch summieren sich - im Extremfall auf bis zu 19.200 Euro je Fahrzeug und Jahr.

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Einen Stellplatz zu finden, bleibt im europäischen Straßengüterverkehr eines der größten Alltagsprobleme. Pflichtpausen treffen auf ein begrenztes Angebot – und Transportunternehmen zahlen am Ende für Umwege, die keinen Transportwert schaffen, sondern nur dazu dienen, überhaupt noch einen Platz zu bekommen.

Jeden Tag 45 Minuten für die Stellplatzsuche

Untersuchungen, auf die sich Studien der Europäischen Kommission beziehen, zeigen: Lkw-Fahrer verbringen im Durchschnitt 45 Minuten täglich damit, einen legalen und möglichst sicheren Parkplatz zu finden. Häufig kommen zusätzliche Kilometer hinzu – und damit ein höherer Verbrauch. In der Summe können die Verluste für Transportunternehmen bis zu 19.200 Euro pro Lkw und Jahr betragen.

Besonders kritisch wird es, wenn die Lenkzeit knapp wird. Dann bleibt kaum Spielraum, weiter „auf gut Glück“ zu fahren. Jeder überfüllte Autohof erhöht den Druck – und damit auch das Risiko, gegen Vorschriften zu Lenk- und Ruhezeiten zu verstoßen.

Keine gesicherten Parkplätze – mehr Risiko für Ladung und Fahrer

Der Mangel an Stellplätzen ist nicht nur ein Effizienzproblem, sondern auch eine Sicherheitsfrage. Ist ein bewachter Standort belegt, weichen Fahrer eher auf Flächen aus, die deutlich schlechter geschützt sind.

Zahlen aus Integrationsunterlagen zufolge passieren knapp 40 % der Ladungsdiebstähle in Europa auf unbewachten Parkplätzen. Die daraus entstehenden Schäden für die Logistikbranche werden auf 8,2 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt.

Unter Zeitdruck durch auslaufende Lenkzeiten haben Fahrer oft nur wenige Alternativen. Zudem ist der Zugang zu gesicherten Parkmöglichkeiten je nach Region und Transportkorridor sehr unterschiedlich.

„Der Zugang zu sicheren Parkplätzen muss fester Bestandteil der täglichen Abläufe in Transportunternehmen sein“, sagt Chris Quin, Vice President of Sales, Europe bei Trimble.

„Fahrer sollten nicht gezwungen sein, zwischen ihrer eigenen Sicherheit, dem Schutz der Ladung und der Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten abzuwägen“, sagt Max Zillinger, Sales and Business Development Manager bei Travis Road Services.

Über 750 Lkw-Parkplätze in 26 Ländern abrufbar

Ein Ansatz, um die Planung zu erleichtern, ist eine neue Verknüpfung der Navigationsplattform CoPilot mit dem Netzwerk von Travis Road Services. Fahrer können entlang der Route, in der Nähe des aktuellen Standorts oder rund um das Ziel nach Lkw-Parkplätzen suchen und anschließend Verfügbarkeit prüfen sowie reservieren.

Die Funktion steht CoPilot-Nutzern in 26 europäischen Ländern zur Verfügung. Im Travis-Netzwerk sind mehr als 750 registrierte Lkw-Parkstandorte erfasst. Nach der Auswahl leitet das System zu Travis weiter, um die Verfügbarkeit zu bestätigen und die Buchung abzuschließen. Bedingungen und Preise für das Parken legt Travis fest.

Die Travis Driver App liefert Details zum Parkplatz und zu den Einfahrtsregeln in mehr als zehn Sprachen – als Unterstützung für international eingesetzte Fahrer.

Wer Optionen frühzeitig prüfen und einen Platz reservieren kann, plant Pausen verlässlicher – statt unter dem Druck schwindender Lenkzeit in letzter Minute Entscheidungen treffen zu müssen.

Reservieren hilft – schafft aber keine neuen Stellflächen

Die Verknüpfung von CoPilot und Travis kann Stopps besser planbar machen und helfen, bestehende Infrastruktur effizienter zu nutzen. Gleichzeitig lässt sich ein Teil der Zusatzkilometer reduzieren, die bislang allein durch die Parkplatzsuche entstehen.

An der Kernfrage ändert das jedoch wenig: Auf stark frequentierten Routen fehlen weiterhin gesicherte Stellplätze. Digitale Reservierungen erhöhen nicht die physische Kapazität von Lkw-Parkplätzen – ihr Nutzen hängt davon ab, ob in der jeweiligen Region überhaupt ausreichend Plätze vorhanden sind.

Für Fahrer bleibt das Ziel unverändert: rechtzeitig einen legalen und sicheren Platz für den Stopp zu finden. Für Transportunternehmen geht es darum, Umwegkosten zu begrenzen, das Diebstahlrisiko zu senken und Störungen in der Transportabwicklung zu vermeiden.

Solche Integrationen können die Planung erleichtern – ersetzen aber nicht Investitionen in neue, tatsächlich gesicherte Lkw-Parkmöglichkeiten.

Mehr zum Thema Schadensrisiken im Transport und warum Prävention Managementaufgabe ist, lesen Sie hier: Ladungsdiebstahl und Transportbetrug – warum das Thema in die Chefetage gehört.

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