Am 8. Januar findet in München ein „Brenner-Gipfel“ statt, zu dem die EU-Kommission einlädt. Teilnehmen werden Deutschland, Österreich und Italien sowie Bayern, Tirol und Südtirol. Ziel sei es, eine Lösung für die Verkehrssituation am Brenner zu finden. Tirol führt seit einiger Zeit die Lkw-Blockabfertigung an der Grenze in Kufstein durch.

Ziel der Blockabfertigung ist, den Verkehr auf den Transitstrecken zu begrenzen. Dagegen protestiert Deutschland, insbesondere Bayern, weil die Maßnahme zu kilometerlangen Staus und Verkehrsbehinderungen auf deutscher Seite führt.

Die nächste Blockabfertigung ist am Montag, 8. Januar, ab 5 Uhr geplant. Am Checkpoint Kufstein-Nord auf der A12 Inntalautobahn werden dann pro Stunde maximal 300 Lkw Richtung Brenner durchgelassen.

Bayern hart dagegen

Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann kündigte schon im November an, dass Deutschland die Blockabfertigung in Tirol bei der EU-Kommission zur Sprache bringen werde.

Eine derartige Behinderung ist nicht hinzunehmen. Man könne nicht zulassen, dass einzelne Regionen den alpenüberquerenden Verkehr behinderten „Uns geht es darum, dass die Behinderung des Lkw-Verkehrs nicht akzeptabel ist“, sagte Herrmann.

Drei Millionen Lkw pro Jahr

Laut Verkehrsclub Österreich ist der Lkw-Verkehr auf der Inntalautobahn A12 zwischen Januar und November je nach Abschnitt um sechs bis sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen . Im Schnitt waren es über drei Millionen Lkw.

Der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter erklärte, Lärm und Luftverschmutzung seien für die Tiroler Bevölkerung „eine unzumutbare Belastung“. Platter verlangt eine einheitliche Lkw-Maut zwischen München und Verona, weil auf deutscher Seite die Gebühr günstiger als auf österreichischer Seite ist.

Eines ist aber für Konfliktparteien klar: so kann es nicht weitergehen und das Treffen in München soll bei der Problemlösung helfen.

Quellen: merkur.de, stol.it

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