Während sich viele europäische Unternehmen angesichts der Corona-Krise für die Streichung zahlreicher Arbeitsplätze entscheiden oder andere radikale Maßnahmen treffen, gibt es auch solche Firmen, die ihr Krisenmanagement  ganz anders betrachten.

Menschlichkeit verbindet. Mit dieser Parole identifiziert sich Ernst Prost, der Geschäftsführer von Liqui-Moly, besonders stark. Statt Kurzarbeit oder Entlassungen anzukündigen, gibt er sich viel Mühe, um seine Mitarbeiter in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen und noch stärker zu motivieren.

Ich danke Ihnen in großer Demut , dass Sie alle so überaus engagiert, verantwortungsvoll, fleißig und in größter Solidarität zu allen Kolleginnen & Kollegen aber auch zu unseren Kunden Ihre Aufgaben pflichtbewusst und vorbildlich erfüllen, mit solchen Worten überraschte Prost seine Mannschaft mit einer 1.000 Euro Bonuszahlung für den großartigen Einsatz. 

Trotz der Epidemie wurden nämlich beide Produktionen des Unternehmens in Ulm und Saarlouis aufrechterhalten. Dies sollte sich nicht ändern, solange die Sicherheit und der Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter gewährleistet werden kann. Die Gesundheit der Beschäftigten und ihrer Familien stellt für Prost die oberste Priorität dar. Trotz aller Schwierigkeiten und der bevorstehenden Wirtschaftskrise will Prost alle möglichen Arbeitsplätze in seinem Unternehmen retten.

Wir kämpfen rund um die Uhr um die Existenz unserer Firma mit knapp 1.000 Arbeitsplätzen und zehntausenden weiteren Arbeitsplätzen bei unseren Kunden und Parneterns in Deutschland und 150 Ländern dieser Welt, so hat der Chef die unermüdliche Einsatzbereitschaft der ganzen Mannschaft in einem weiteren Schreiben unterstrichen. 

Kurzarbeit oder Entlassungen, darunter auch von Leiharbeitern, kommen für ihn zur Zeit nicht in Frage. Letztendlich verzichtet Prost auf sein Gehalt und verspricht, dass niemand entlassen wird. Davon, wie ernst und ehrlich er ist, zeugen folgende Worte, die alle Beschäftigen beruhigen sollten:

Der Mensch braucht (…) Sicherheit. Und mit Angst und Sorgen kann man nur schlecht leben oder gar Großes leisten. (…) Ich verzichte hiermit auf mein Gehalt, weil ich auch ohne monatliche Bezüge klarkomme. Mein eingespartes Gehalt und andere Einsparungen verwenden wir lieber dafür, alle unsere Arbeitsplätze zu erhalten.

Foto: Liqui Moly

Kommentare

comments0 Kommentare
thumbnail
Um Benachrichtigungen über Kommentare freizuschalten - gehen Sie zu Ihrem Profil