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Die Logistik ist ein international agierender Wirtschaftsbereich. Sie hat die Globalisierung mit ihren Leistungen operativ möglich gemacht – und ist mit dem internationalen Austausch von Gütern und Dienstleistungen gewachsen. Die Gefahr von Handelsbarrieren, von Zöllen oder sonstigen Hindernissen bis hin zu einem „Handelskrieg“ ist für Logistiker in Industrie, Handel und Logistikdienstleistungen von höchster Brisanz.

Beim 35. Deutschen Logistik-Kongress, der vom 17. bis 19. Oktober in Berlin stattfindet, wird Richard Grenell zu Gast sein, der Botschafter der Vereinigten Staaten in Deutschland. In der Abendveranstaltung des ersten Kongresstages geht er in einen Gedankenaustausch mit Frank Sportolari dem Präsidenten der American Chamber of Commerce in Germany (AmCham) und Prof. Thomas Wimmer, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der BVL.

Richard Grenell ist seit dem 8. Mai 2018 Botschafter in Deutschland. Der Diplomat mit Masterabschluss in Public Administration an der Harvard Kennedy School of Government war zuvor von 2001 bis 2008 Sprecher des jeweiligen US-Botschafters bei den Vereinten Nationen. Nach seinen Jahren bei der Uno gründete Grenell die international tätige Kommunikationsberatung Capitol Media Partners. Im Juni 2018, nach der vorzeitigen Abreise von US-Präsident Donald Trump vom G7-Gipfel in Kanada, äußerte sich Grenell mäßigend. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung zitierte ihn in ihrer Ausgabe vom 11. Juni: „Ich denke, beide Seiten sind daran interessiert, weitere Konflikte zu vermeiden, aber es dauert seine Zeit.“. Die Verhandlungen zwischen über 20 Ländern erforderten mehr Koordination als bilaterale Beziehungen. „Ich glaube, wir werden noch weitere Manöver beider Seiten sehen, aber ich bin zuversichtlich, dass wir den Streit beilegen können“, sagte Grenell. „Alle wissen, wie viel auf dem Spiel steht.“

Frank Sportolari, seit 2011 Vorsitzender von UPS Deutschland und Mitglied des Beirats der BVL, ist seit dem 27. April 2018 Präsident der AmCham. Nach seiner Wahl sagte er: „Vor dem Hintergrund der drohenden Strafzölle auf Aluminium und Stahl aus der EU setzt die AmCham Germany auf Vernunft auf beiden Seiten. Ein Handelskrieg hätte nur Verlierer. Als Stimme der transatlantischen Wirtschaft vertritt die Kammer die vielen amerikanischen Unternehmen, die hier investiert haben, und die vielen deutschen Unternehmen, die in den USA investiert haben. Wir werden sicherstellen, dass unsere Stimme gehört wird – und dass sie eine Stimme der Vernunft ist. Das bedeutet, alle Verbindungen aufzuzeigen, die den transatlantischen Handel und die Wirtschaft in unseren beiden Ländern so erfolgreich gemacht haben”.

Der Deutsche Logistik-Kongress ist mit rund 3.200 Teilnehmern aus Deutschland und aller Welt die größte Kongressveranstaltung des Wirtschaftsbereichs in Europa. Veranstalter ist die Bundesvereinigung Logistik (BVL), ein Wissens- und Expertennetzwerk mit mehr als 11.000 Mitgliedern, die in Logistik und Supply Chain Management tätig sind.

Foto: Wikimedia

 

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