Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Einnahmen des ungarischen Logistikunternehmens Waberer’s im ersten Quartal um 4,6 Prozent zurück und erreichten 173,8 Mio. EUR.  Der Grund für den Rückgang ist unter anderem die Coronavirus-Pandemie.

Die Einnahmen des ungarischen Unternehmens gingen von Januar bis März um fast 5 Prozent zurück. Der Hauptgrund dafür war vor allem der Coronavirus-Lockdown. Die Finanzergebnisse wurden maßgeblich durch geringere Einnahmen aus dem internationalen Verkehr beeinflusst. Sie gingen nämlich um 17 Prozent zurück. Dies wurde jedoch dank dem Segment der regionalen Kontraktlogistik ausgeglichen, das im analysierten Zeitraum 33 Prozent mehr Einnahmen im Vergleich zum ersten Quartal 2019 brachte.

Was aber interessant ist, stieg das EBIDTA-Betriebsergebnis (das sog. operative Ergebnis, das aus der Gewinn- und Verlustrechnung resultiert) zwischen Januar und März um 1 Prozent. Dies war möglich aufgrund höherer Margen bei höheren Einnahmen aus der regionalen Kontraktlogistik. Die internationalen Transportmargen sind wiederum gesunken, was vor allem dadurch erklärt wird, dass aufgrund des Corona-Virus zusätzliche Kosten entstanden sind. Nach der Zusammenfassung des ersten Quartals stiegen die direkten Kosten des Unternehmens in diesem Zeitraum um 5,2 Prozent bis auf 144,4 Millionen Euro.

Das Unternehmen verzeichnete im analysierten Zeitraum einen Nettoverlust von 2,5 Mio. Euro (zum Vergleich: Der Nettoverlust im ersten Quartal 2019 betrug 4,4 Mio. Euro).

Zum ersten Mal seit anderthalb Jahren verzeichnete Waberer’s ein positives EBIT (Gewinn vor Steuern und Zinsen), das auf höhere Margen in der Kontraktlogistik und die Gewinnung neuer Kunden in diesem Segment sowie auf eine geringere Abschreibung der reduzierten Flotte zurückzuführen ist. Das EBIT für das erste Quartal betrug 100.000 Euro, während das Unternehmen ein Jahr zuvor einen Verlust von -2,7 Millionen Euro notiert hatte. In dem Bericht wird auch auf eine Flottenreduzierung von 13,4 Prozent auf 3.758 Lastwagen und einen Lkw-Fahrer Abbau um 12,9 Prozent auf 5.055 Mitarbeiter hingewiesen.

Wie wir in der Quartalsbilanz von Waberer’s lesen, wurde die Geschäftstätigkeit des Unternehmens seit der zweiten Märzhälfte durch das Coronavirus sehr stark beeinflusst. Im Zusammenhang mit der Pandemie erwarten die Führungskräfte des logistischen Konzerns aus Ungarn, dass der internationale Transportsektor auch im zweiten Quartal dieses Jahres mit einer viel geringeren Nachfrage rechnen wird. Im regionalen Segment der Kontraktlogistik stieg das Einzelhandelsvolumen um die Wende von März und April deutlich an, aber der Effekt der Hamsterkäufe lässt langsam nach. Die an Privatkunden gerichteten Segmente, wie z. B. Automobilindustrie, werden, nach Angaben Waberer’s, in den kommenden Monaten eine geringe Nachfrage nach Logistik und Transport aufrechterhalten.

Foto: Wikimedia/NotrucksNolife CCA 2.0 Generic

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