Allem Anschein nach bereitet sich der amerikanische Kurierriese Fedex auf die Übernahme der Mehrheit der Anteile von Hermes vor. Auf dem Spiel stehen die Niederlassungen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien.

Otto, ein weltweit agierender Konzern in der Handels- und Dienstleistungsbranche, zu dem auch das Logistikunternehmen Hermes gehört, sucht seit einiger Zeit einen Finanzpartner für sein auf Kurierdienste spezialisiertes Tochterunternehmen. Alexander Birken, CEO der Otto Group, bestätigte offiziell gegenüber dem Magazin Handelsblatt, dass die Gesellschaften in Deutschland, Frankreich und Großbritannien in diesem Jahr verkauft werden.

„Wir sind weit fortgeschritten in Gesprächen mit möglichen Partnern”, sagte Birken gegenüber der Zeitung. „In einer Partnerschaft wären wir langfristig stabiler aufgestellt. Wir könnten Synergien erzielen und Know-how austauschen, je nachdem, mit wem wir zusammengehen, und wir können die notwendigen Investitionen gemeinsam stemmen”, fügteer hinzu.

Aus der Aussage der Otto-Finanzvorständin Petra Scharner-Wolf ergibt sich, das Unternehmen könne sich eine Abgabe der Mehrheit bei den Hermes-Gesellschaften vorstellen.

„Wir wollen aber eine Partnerschaft, bei der wir Einfluss behalten” – stellte sie fest, ohne präzise anzugeben, auf welche Art und Weise dieser gewährleistet werden sollte.

Präsident Birken gab zu, dass potenzielle Partner großes Interesse an Hermes zeigen. Einige willige Käufer wie Alibaba oder Amazon kommen jedoch nicht in Frage. Einen Wettbewerb auf eigenen Markt einzuführen, würde doch keinen Sinn ergeben.

Das Handelsblatt weist auf Branchenkreise hin und berichtet, dass sich auch die amerikanische Gruppe Fedex für Hermes interessiert, die vor vier Jahren das niederländische Kurierunternehmen TNT erwarb. Dank der Übernahme von Hermes könnte die Fedex-Gruppe ihre Position auf den europäischen Märkten stärken.

Foto: Hermes.com

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