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Köhlbrandbrücke: Neue 44-Tonnen-Grenze und mehrere Vollsperrungen im Mai

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Im Hamburger Hafen verschärfen sich die Einschränkungen: Ab Mai dürfen schwere Spezialtransporte die Köhlbrandbrücke nicht mehr nutzen. Gleichzeitig stehen mehrere Vollsperrungen an.

Ab dem 1. Mai 2026 sind genehmigungspflichtige Schwertransporte über 44 Tonnen auf der Köhlbrandbrücke nicht mehr erlaubt. Das teilte die Hamburger Wirtschaftsbehörde mit. Ziel ist es, die Belastung des Bauwerks zu reduzieren und den Weiterbetrieb bis zum Ersatzneubau zu sichern.

Für den regulären Straßengüterverkehr bleibt die zentrale Hafenverbindung weiterhin nutzbar: LKW bis 44 Tonnen sind von der neuen Regelung nicht betroffen.

Bauzustand zwingt zu weiteren Einschränkungen

Hintergrund der Maßnahme ist der zunehmende Verschleiß der Brücke. Eine aktuelle Bauwerksprüfung zeigt laut Behörden eine „bedenkliche Schadensdynamik“.

Ein einzelner Schwertransport verursache dabei eine „mehr als tausendfache Schädigung“ im Vergleich zu einem normalen LKW.

Mehrere Vollsperrungen im Mai geplant

Zusätzlich zur neuen Gewichtsbeschränkung müssen sich Transportunternehmen auf weitere Einschränkungen einstellen:

Die Hamburg Port Authority plant im Mai zwei Vollsperrungen der Köhlbrandbrücke an folgenden Wochenenden:

  • 15. bis 18. Mai
  • 22. bis 25. Mai

Weitere Sperrungen sind im Jahresverlauf bereits angekündigt, unter anderem im Juni, September und Oktober.

Wichtige Achse unter Druck

Die Köhlbrandbrücke ist eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen im Hamburger Hafen. Täglich nutzen rund 32.000 Fahrzeuge die Strecke, darunter zahlreiche Containertransporte.

Mit den neuen Einschränkungen wird die Situation für den Hafenverkehr weiter anspruchsvoller. Ein Ersatzneubau ist zwar beschlossen, soll nach aktueller Planung jedoch erst 2042 fertiggestellt werden.

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