117.500 Zuschauer feierten den 33. Internationalen ADAC Truck-Grand-Prix Nürburgring. Auch das Wetter hat mitgespielt: kein einziger Regentropfen, dafür vier Tage Sonne satt.

Wie die Veranstalter in der Pressemeldung mitteilten, hätten die Rahmenbedingungen nicht besser sein können beim 33. Internationalen ADAC TruckGrand-Prix auf dem Nürburgring. Auch deshalb war die Großveranstaltung erneut sehr gut besucht.

Bei der 33. Auflage war die bewährte Mischung aus packenden Motorsportrennen, Messe und Musik der Garant für den enormen Zuschauerandrang. Das zieht seit jeher Trucker, Countryfans und Vertreter aus der Automobil- und Zuliefererbranche in die Eifel. „Unser Konzept kommt an“, freute sich Dr. Klaus Manns, Vorsitzender des veranstaltenden ADAC Mittelrhein e.V., über eine sehr gelungene Veranstaltung.

„Heiße Tage, heiße Rennen”

Heiße Tage, heiße Rennen – der Motorsport der Schwergewichte hatte es beim 33. Internationalen ADAC-Truck-Grand-Prix mal wieder in sich. Bei den Rennen um die FIA-Europameisterschaft hatte sich der vierfache Titelträger und derzeit Führende in der Gesamtwertung, der Schwarzwälder Jochen Hahn, eine Menge vorgenommen für das Heimspiel in der Eifel. Doch an Tag eins lief es nicht wie gewünscht für den Schwarzwälder. Im Zeittraining musste sich der Iveco-Pilot vom Team Schwabentruck mit der zweitschnellsten Zeit begnügen. Die Pole Position sicherte sich der Mercedes-Pilot Atonio Albacete vom Team Truck Sport Bernau.

Branchentreff zum Thema Fahrermangel

Wichtiger Programmpunkt war das diesjährige Branchentreffen zum Thema: „Extremer Fahrermangel gefährdet die Versorgung der Gesellschaft – Politik und Unternehmen brauchen dringend Lösungen“. Vorsitzender des ADAC Mittelrhein Dr.-Ing. Klaus Manns betonte bei der Eröffnung der Fachkonferenz am Nürburgring:

Die Wirtschaft verlangt einerseits nach immer mehr Transportleistung. Dem gegenüber stehen andererseits ein überalterter Arbeitsmarkt an Kraftfahrern und die schwache Nachwuchslage – auf jährlich 50.000 neue Rentner kommen lediglich 10.000 Berufsanfänger. Geht es so weiter, dann gefährdet der Fahrermangel unsere Wirtschaft und stellt sogar unsere Versorgungssicherheit in Frage. Kraftfahrer sind zu einem knappen Gut gewonnen. Zeitgemäße, individualisierte Arbeitsmodelle sind ein notwendiger Schritt in die richtige Richtung.

 

Laut Dr. Manns sollte der Job des Berufsfahrer viel mehr im Einklang mit den Familien- und Freizeitinteressen des Einzelnen stehen als bisher. Es sollten darüber hinaus zusätzliche Sozialleistungen und eine arbeitnehmerfreundliche Arbeitsorganisation auf den Weg gebracht werden, damit der Beruf des Kraftfahrers zumindest in Teilbereichen für Frauen attraktiver wird. Auch für das Leben unterwegs muss das Umfeld für den Kraftfahrer optimiert werden. Dahinter verstecken sich Aufgaben an die Politik.

Es braucht mehr und sichere Stellplätze und mehr Sozialangebote für die Kraftfahrer vor Ort, damit die Zeiten des stressigen Parkplatzsuchens und unwürdigen Schlafens in naher Zukunft vorbei sind, so Dr. Manns.

Der Truck-Grand-Prix ist mit mehr als 80 Ausstellern nach der nur alle zwei Jahre stattfindenden IAA in Hannover die zweitgrößte Nutzfahrzeugmesse in Deutschland. Damit erweist  sich dei Veranstaltung nicht nur als Zuschauermagnet, sondern ist für Spediteure, Logistiker, Transportunternehmer und LKW-Fahrer ein wichtiger Treffpunkt.

Foto: www.truck-grand-prix.de/info/media/pressebilder/

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