26 Festnahmen wegen Tachobetrug – Spanier kennen kein Erbarmen

Die spanische Guardia Civil hat insgesamt 26 LKW-Fahrer und Unternehmer wegen Manipulationen am Tacho festgenommen. Die Verhaftungen sind das Ergebnis einer polizeilichen Operation, die seit einem Jahr andauert.

26 Festnahmen wegen Tachobetrug – Spanier kennen kein Erbarmen
Spanish Civil Guard (illustrative image)

Die Verhaftungen, die in Murcia, Alicante, Valencia, Kantabrien, Ciudad Real, Huelva, Córdoba und Alicante stattfanden, waren das Ergebnis der Operation „Pantaco” der Guardia Civil.

In der ersten Phase der Polizei-Operation im vergangenen Jahr hatte die Guardia Civil eine Organisation zerschlagen, die sich mit der Manipulation von Fahrtenschreibern und dem Verkauf von manipulierten Fahrtenschreibern beschäftigte. Damals wurden 38 Personen verhaftet und sehr wichtige Beweismittel sichergestellt.

Nach der Analyse der bei den Verhafteten sichergestellten Unterlagen gelang es den Beamten der Guardia Civil, Fachleute aus der Branche zu identifizieren, die diese manipulierten Geräte verwendeten. Dies ermöglichte die weitere Verhaftung von 26 LKW-Fahrern und Spediteuren.

Freiheitsstrafe wegen Fälschung von Tachodaten

Der Einbau und die Verwendung von modifizierten Fahrtenschreibern werden in Spanien als Fälschung eines amtlichen Dokuments geahndet. Außerdem kann gegen Transportunternehmen, die solche Geräte in ihren Fahrzeugen verwenden, zusätzlich wegen Verletzung der Arbeitnehmerrechte ermittelt werden.

Anfang letzten Jahres entschied der Oberste Gerichtshof, dass die Manipulation des Fahrtenschreibers mit dem Ziel, seine Aufzeichnungen zu fälschen, um sich polizeilichen und behördlichen Kontrollen zu entziehen, den Straftatbestand der Urkundenfälschung erfüllt.

Und die Fälschung von Dokumenten wird in Spanien gemäß Artikel 392 des Strafgesetzbuchs in Verbindung mit Artikel 390.1.2º desselben Gesetzes strafrechtlich geahndet.

Daher drohen Fahrern, die in Spanien ein solches Vergehen begehen, bis zu 3 Jahre Gefängnis statt der derzeitigen 500 Euro Geldstrafe und 6 Strafpunkte für den Fahrer und 4.001 Euro Geldstrafe für den Arbeitgeber. Im Falle einer Wiederholung des Manipulationsvorgangs kann die Haftstrafe sogar noch höher ausfallen.

Berichten zufolge dauern die Ermittlungen an, und die Behörden schließen weitere Verhaftungen nicht aus.

In Zusammenarbeit mit A. K. Wielgus

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