Belgien hat eine Ausnahmeregel aufgrund der schwierigen Lage an der Grenze zu Großbritannien eingeführt. Sie betrifft Berufskraftfahrer, die in kilometerlangen Staus warten.

Die letzten Tage sind für Lkw-Fahrer, die Frachten zwischen der EU und Großbritannien abwickeln, dramatisch geworden. Am Sonntag hat die französische Regierung wegen der neuen, hochansteckenden Coronavirus-Variante beschlossen, die Grenzen zu Großbritannien zu schließen. Der Warenverkehr stellte dabei keine Ausnahme dar, was zum Riesen-Lkw-Chaos führte. Tausende Berufskraftfahrer stecken in Staus und dürfen die Inseln nicht verlassen.

Als Antwort darauf hat Belgien eine Reihe von Lockerungen für Trucker, die in kilometerlangen Staus festsitzen, eingeführt. Darüber informiert Fenadismer, die spanische Föderation der Transportverbände.

Die Lockerungen betreffen die Lenk- und Ruhezeiten für die Lkw-Fahrer und sehen Folgendes vor:

– Möglichkeit der Verlängerung der täglichen Fahrt von 9 auf 11 Stunden;

Eine Pause von 45 Minuten kann nach 5,5 Stunden Fahrt eingelegt werden;

– Möglichkeiten der Verkürzung der täglichen Ruhezeit von 11 auf 9 Stunden;

– Möglichkeit, eine wöchentliche Ruhezeit nach über sechs täglichen Arbeitszeiten, einzulegen.

Fenadismer wandte sich bereits vor einer Woche an das spanische Verkehrsministerium mit der Bitte an, solche Maßnahmen zu ergreifen, als die Lage an der Grenze noch nicht so dramatisch war.

Ideal wäre es, wenn die EU-Kommission eingreifen könnte und einheitliche Vorschriften für alle EU-Länder beschließen würde, betont die spanische Föderation.

Foto: Federale Politie/Twitter

 

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