Im vergangenen Jahr machten die Einnahmen von ausländischen LKW für die belgische Maut mehr als die Hälfte dieser Einnahmen insgesamt aus.

Seit der Einführung der Gebühren, d.h. ab dem 1. April 2016, wurden bereits 800.000 LKW im ViaPass-System registriert.  Nach fast drei Jahren Betrieb des Mautsystems ziehen die Belgier nun Bilanz  was die Einnahmen angeht. Diese sind im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2017 deutlich gestiegen. Dies ist unter anderem auf die Ausweitung der Maut auf neue Straßen zurückzuführen  ( um 2,3 Prozent ist 2018 der Anteil der mautpflichtigen Straßen gestiegen) als auch auf die Erhöhung der Mautsätze.

Der Anteil der Zahlungen durch  LKW aus dem Ausland ist auf demselben Niveau geblieben. Im Jahr 2017 haben ausländische Transportunternehmen 365 Millionen Euro und 2018 379,9 Millionen Euro gezahlt. Sowohl 2017 als auch 2018 waren das 53% aller Einnahmen.

Maut wird 2019 teurer

Dieses Jahr (am 1. Januar) wurde die Mautpflicht auf drei neuen Straßenabschnitte in Flandern eingeführt:

–  neuer Abschnitt der Autobahn A11 (Brügge-Knokke),

– N36 von Roulers (R32) nach Zarren (N35),

– N722 von Hasselt (N80) nach St Trond (N718).

In der Wallonie wiederum hat der Betreiber Sofico neue Mautsätze eingeführt. Der Grund für die Erhöhungen steigende Kosten und die Inflation.

 

Probleme mit OBU und hohe Strafen

Anfangs wurde für jeden Verstoß gegen das ViaPass-Regelungen eine Geldstrafe in Höhe von 1.000 Euro auferlegt. Leider gab es viele Probleme mit dem OBU-System (On Board Unit), und im Endeffekt haben die belgischen Behörden viele Strafen zu Unrecht auferlegt.

Erst Ende 2017 beschlossen die Belgier, die Regelbußen zu mildern:

– 100 Euro für eine einmalige Durchfahrt ohne Gebührenzahlung, verursacht durch Unachtsamkeit des Fahrers (oder einen Geräteausfall),

– 500 EUR für einige unbezahlte Durchfahrten

– 1000 Euro Strafe sind vorgesehen, wenn das Satellic-Gerät überhaupt nicht vorhanden ist.

Foto: Wikimedia

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